Anleitung zum Reichtum

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Carsten Maschmeyers Geschäftsmethoden erinnern manchmal an den wilden Westen. Lernen kann man von ihm vor allem eine utilitaristische Grundhaltung.

Dieser Schnellkurs im Reichwerden sei zwar nicht gleichbedeutend mit dem Weg zum Glück, stellt der Milliardär (laut BILD-Zeitung) gleich in der Einleitung seines Buchs Selfmade. erfolg reich leben klar. Doch jeder von uns könne lernen, sein Vermögen zu vergrößern. Dies die Grundthese des erfolgreichen Geschäftsmanns, der aus prekären Familienverhältnissen den Aufstieg nach ganz oben schaffte.

Freilich komme es darauf an, bestimmte Techniken zu beherrschen und seinen gesamten Willen aufzubieten, sein Leistungsvermögen und seine Erfolgsintelligenz permanent steigern zu wollen.

Doch wie eigne man sich die erforderlichen Fähigkeiten und das nötige Geldverständnis an, um beruflich und privat erfolgreich zu sein? Indem man die von Maschmeyer zusammengestellten Erfolgsgesetze und Erfolgsverstärker für sich nutze und persönlich umsetze.

Bei Erfolgsmenschen stellte Maschmeyer immer wieder folgende Eigenschaften fest:

  • Disziplin/Durchhaltevermögen und Begeisterung/Ehrgeiz,

  • Kreativität und visionäre Kraft/Zielorientierung,

  • Management- und Kommunikationsfähigkeiten.

Maschmeyers Erfolgsverstärker

  • Wunschträume/Zielvisualisierung: Träumen Sie ganz bewusst jeden Tag einige Minuten lang von schönen Dingen, die Sie erreichen wollen. Von Sachen, die Sie herbeisehnen und für die Sie bereit wären, den Rest des Tages hart zu arbeiten.

  • Zielfestlegung/Handlungsplan: Wer sich kein Ziel setzt, sitzt sein Leben lang in der Geisterbahn – oder er wird von anderen, zielbewussteren Zeitgenossen für deren Ziele eingespannt. Legen Sie schriftlich fest, welche Schritte Sie in welchen Zeiträumen unternehmen werden, um Ihr Ziel zu erreichen.

  • Positives Denken/Optimismus: Werden Sie Problemlöser: Lösen Sie sich von den Problemen. Glauben Sie an Ihre Fähigkeiten und an Ihren Plan. Allein dieser feste Glaube könne Berge versetzen. Programmieren Sie sich auf Erfolg. Geben Sie Optimismus-Saboteuren und Erfolgsattentätern keine Chance. Laden Sie niemals Miesepeter, Nörgler, Schwarzseher und Pessimisten ein.

  • Kontaktfreude/Networking: Knüpfen Sie Kontakte und nutzen Sie jede Gelegenheit dazu. Pflegen Sie Ihre Kontakte und nehmen Sie sich Zeit für sie.

  • Kommunikationspotenzial/emotionale Intelligenz: Kommunizieren Sie gewinnend. Sprechen Sie lebendig. Entwickeln Sie Ihren Emotionsquotienten. Entscheidender als das, was wir sagen, ist oftmals die Art und Weise, wie wir kommunizieren. Deshalb rät Maschmeyer: Lernen Sie die Kunst, mit Worten zu gewinnen. Wecken Sie Neugierde bei Ihren Gesprächspartnern. Werden Sie zum Gesprächsdramaturgen. Betrachten Sie sich aus der Perspektive Ihres Gegenübers. Lassen Sie Ihr Gegenüber erzählen. Durch Fragen beziehen Sie Ihre Gesprächspartner ein. Senden Sie Anerkennung. Kommunizieren Sie begeistert. Echte Begeisterung steckt an.

  • Nonverbale Kommunikation/Ausstrahlung: Die Körpersprache ist die älteste und universellste Sprache der Menschheit: Haltung, Gestik, Mimik sowie Stimmklang und Sprechrhythmus. Werden Sie ein Experte für nonverbale Geheimsprachen. Werden Sie ein Menschenleser und rekapitulieren sie die körpersprachlichen Botschaften Ihrer Gespräche. Gestalten Sie aktiv Ihre Ausstrahlung. Strahlen Sie Siegesgewissheit aus.

  • Geisteshaltung/Lebenseinstellung: Stellen Sie sich Ihr Leben ein. Sie haben Ihr Leben geschenkt bekommen – also packen Sie dieses Geschenk aus und nutzen Sie es bestmöglich. Dazu empfiehlt Maschmeyer eine bewusste Geisteshaltung aus positivem Denken und Zielstrebigkeit, Mut und Durchhaltekraft. Im Leben hätten wir fast immer eine Wahl zwischen verschiedenen Alternativen. Diese gelte es, mit richtungsweisenden Fragen durchzuspielen und passende Antworten für ein erfolgreiches Leben zu suchen. Dazu solle man sich mit seinem Unterbewusstsein verbünden und dieses rund um die Uhr auf Erfolg ausrichten. Außerdem notwendig: Suchen Sie Kontakt zu erfolgreichen Vorbildern, die zu Ihrem Selbstbild als Erfolgsmensch beitragen können. Werfen Sie hinderliche Gewohnheiten über Bord. Machen Sie Schluss mit den Ausreden. Übernehmen Sie die Verantwortung für Ihr Leben. Identifizieren Sie sich mit dem, was Sie tun. Bilden sie sich fort. Lernen Sie, leistungs- und ergebnisorientiert zu arbeiten.

  • Zeitmanagement: Optimieren Sie Ihre Lebenszeit, indem Sie Zielführendes zuerst erledigen. Legen Sie Prioritäten fest. Verschwenden Sie keine Zeit, sondern machen Sie tote Zeit lebendig, z.B. indem Sie bei Bahnfahrten arbeiten oder auf dem Hometrainer fernsehen. Nutzen Sie jede Minute für Ihren Erfolg. Nehmen Sie sich viel Zeit für die Planung, dann benötigen Sie weniger Zeit für die Durchführung.

  • Durchhaltevermögen: Wenn Sie im Leben Erfolg haben wollten, müssten Sie beharrlich dafür arbeiten und auch Niederlagen einstecken können. Fehler seien in aller Regel nützlich. Dabei komme es darauf an, den Vorteil herauszufinden, der sich aus dem Nachteil ergeben könnte, den man gerade erlitten habe. Nur wer aus Misserfolgen lerne, könne erfolgreich sein. Hören Sie möglichst nicht mit einem Misserfolg auf, sondern machen Sie bis zu einem Erfolg weiter. Schließlich gebe es keinen Lift zum Erfolg. Man müsse schon die Treppe nehmen, und zwar Stufe für Stufe bis zum großen Ziel.

  • Geld: In seinen Beratungsgesprächen als Versicherungs- und Finanzvermittler kam Maschmeyer zu der Erkenntnis, dass gerade Menschen, die glauben, sie könnten ihre Geldangelegenheiten alleine regeln, dringend eine kompetente Finanzberatung benötigten. Geld sei für viele Menschen eine absolute Privatsache – bei den Wohlhabenderen oft aus Angst vor Neid, bei den Geringverdienern manchmal aus Scham. Viele seien öfter mal klamm, weil sie zu verklemmt seien, darüber zu reden. Doch so wie sexuelle Aufklärung ratsam sei, brauche man auch finanzielle Aufklärung. Dieses moderne Tabu könne gefährlich werden, wenn man die finanziellen Folgen von Alter, Krankheit und Tod verdränge. Auch sei es falsch, negative Begriffe für Geld zu benutzen, wie z.B. Kohle, Schotter, Asche, Kröten. Dagegen könne sich unser Vermögen viel besser vermehren, wenn wir eine positive Einstellung zum Geld gewönnen. Geld solle man nicht mir negativen Assoziationen verbinden (Arbeit, Steuern, Neid), sondern mit positiven: Geld bedeute Sicherheit, Wohlstand, Freiheit. Jeder zweite Deutsche verstehe in Gelddingen nur Bahnhof. Doch wie solle der Finanzzug ins Rollen kommen, wenn man keine Ahnung habe, wie man sein Geld in Fahrt bringen könne? Mangelndes Geldinteresse sei der Grund für finanzielle Bildungslücken. Vielen Menschen fehle ein Geld-Guide durch den Finanzdschungel. Deshalb müsse die frühkindliche Finanzerziehung im Elternhaus beginnen und Geld ein Schulfach werden. Dort bestünde der Lernstoff u.a. aus folgenden Erkenntnissen und Empfehlungen Maschmeyers: Sehen Sie Ausgaben als Ihre Feinde und Einnahmen als ihre Freunde an. Handeln Sie nach dem EKG-Prinzip: Einnahmen erhöhen, Kosten senken, Gewinn anlegen. Machen Sie sich an die vier S heran: Schulden vermeiden, Sparen, Streben nach Einkommensverbesserung, Schlau investieren. Und halten Sie die zehn Geld-Gebote ein: Schulden abbauen, Kosten senken, Einkommen verbessern, Geld ansparen, Risiken durch Absicherung klein halten, Vermögen schützen, Förderung und Steuervergünstigung nutzen, Investitionen tätigen.

    Entwickeln Sie Ihren Wohlstandsplan

    Viele Menschen konzentrierten sich laut Maschmeyer mangels Finanzausbildung zu sehr auf ihr Monatsgehalt, das sie einnehmen, und zu wenig auf das, was sie davon ausgeben. Sie hätten keinen langfristigen Finanzplan, sondern höchstens einen Leergeld-Plan, der sie zu finanziellen Abenteuern verführe. Zu jedem Finanzkonzept gehöre ein Finanz-Check: 1) Schreiben Sie genau auf, wie viel Geld Sie wofür ausgeben. 2) Addieren Sie alle Ihre Vermögenswerte und ziehen Sie alle Verbindlichkeiten davon ab – dann wissen Sie, wo Sie finanziell stehen. Erst dann könne man mit dem Vermögensaufbau beginnen. Und zwar so: Sparen Sie sich Ihr Startkapital an, verwandeln Sie es nach und nach in ein größeres Vermögen. Tauschen Sie sich reich. Beim Konsum seien Kredite Gift, bei Investitionen wirkten sie wie Hebel.

  • Vermögensaufbau: Der alles entscheidende Faktor für den Aufbau eines Vermögens sei die Sparquote. Um mehr sparen zu können, empfehle es sich, die Kosten zu senken. Das könne noch lohnender sein, als mehr Geld zu verdienen. Versuchen Sie so bald wie möglich, regelmäßig einen Einkommensanteil anzusparen, rät Maschmeyer. Dazu solle man ein Ich-Konto bzw. Kapitalzuwachs-Konto anlegen, auf das man 10 % aller Einnahmen per Dauerauftrag überweise. Bei Einkommenserhöhungen solle man den Sparbeitrag verdoppeln. Entscheidend sei der Umgang mit dem ersten Geld. Fast jeder könne sein Startvermögen erheblich vermehren, wenn er clever und vor allem sicher investiere. Dazu empfiehlt Maschmeyer: Als Normalverdiener setzen Sie nach heutigen Erkenntnissen lieber auf lang laufende, professionell gemanagte Investmentfonds. Man solle nur Risiken eingehen, die dem persönlichen Alter und Vermögen entsprächen. Dabei gelte folgende Faustformel für Aktienquote und Alter: 80 % mit 35 Jahren, 60 % mit 45 Jahren, 40 % mit Mitte 50 und 20 % im Rentenalter. Und schließlich benötige man Versicherungen für den Fall von Berufsunfähigkeit und zur Altersvorsorge.

  • Selbstständigkeit: Seien Sie der Boss in Ihrem Leben und machen Sie sich selbstständig, rät Maschmeyer. Dann könne man durch seinen zeitlichen und inhaltlichen Einsatz die Höhe seiner Vergütung entscheidend mitbestimmen. Als Selbstständiger arbeiten heiße aber auch: Sie selbst müssen arbeiten – und zwar oftmals ständig. Dazu benötige man enormes Durchhaltevermögen und Selbstdisziplin. Erfolgreiche Selbstständige seien Macher und suchten Antworten. Sie sähen in jedem Problem eine Herausforderung. Mit Mut und Beharrlichkeit könne man so ein Millionenvermögen erwirtschaften. Doch wenn man glaube, Selbstständigkeit bedeute, fortan weniger zu arbeiten, dann irre man sich gewaltig. Das Gegenteil stimme: Auf eigene Rechnung zu arbeiten, heiße vor allem, mehr zu arbeiten, wahrscheinlich viel mehr als Angestellte.

  • Mut: Um sich aus Abhängigkeiten zu befreien und neue Wege zu gehen, brauche man Mut und eine gesunde Selbsteinschätzung. Ein Ziel vor Augen zu haben, mache mutig, meint Maschmeyer. Deshalb solle man sich trauen, langfristige Ziele zu verfolgen und seine Angst und Trägheit zu überwinden. Beginnen heiße gewinnen.

Quelle: Carsten Maschmeyer, Selfmade. erfolg reich leben, 380 Seiten, 2012 Ariston Verlag in der Verlagsgruppe Random House GmbH

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