Absicherung für Inventar und sonstige Alltagsschätze

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(verpd) In einem Haushalt gibt es neben Möbel und Kleidung auch Elektrogeräte, Werkzeuge, Schmuck, Verbrauchsgüter und andere Gegenstände. Die meist über Jahre angesammelten Werte eines Hausrates sind oftmals so hoch, dass bei einem Totalschaden durch Brand oder andere Risiken der dadurch entstandene Schaden nicht mit dem Ersparten ausgeglichen werden kann. Eine Hausratversicherung und eventuell ergänzend auch andere Versicherungsarten können dieses Kostenrisiko absichern.

Eine Hausrat-Police bezieht sich auf fast alles, was sich im Haushalt befindet. Hierzu gehören Einrichtungs-, Gebrauchs- und Verbrauchsgegenstände. Dazu zählen beispielsweise Möbel, auch wenn sie an den Wänden aufgehängt oder angeschraubt wurden, sowie Teppiche, Kleidung, Geschirr, Werkzeug, aber auch Elektro- und Hifi-Geräte, Computer, Bücher und Haustiere.

Zudem sind Lebensmittel, Kosmetikutensilien, selbst als Mieter angeschaffte und privat genutzte Antennenanlagen und Markisen, Kanus, Ruder-, Falt- und Schlauchboote einschließlich zugehöriger Motoren, Surfgeräte, Fall- und Gleitschirme sowie nicht motorisierte Flugdrachen mitversichert. Selbst Arbeitsgeräte und Einrichtungsgegenstände, die der Versicherungsnehmer oder eine mit ihm in häuslicher Gemeinschaft lebende Person ausschließlich beruflich nutzt, sind in der versicherten Wohnung mit abgedeckt. Doch nicht alles ist über die Hausrat-Police abgedeckt.

Gebäudebestandteile und ideelle Werte

Nicht über die Hausratversicherung abgesichert sind in der Regel alle Gegenstände, die mit dem Gebäude fest verbunden sind, wie Heizung oder fest verbaute Sanitäranlagen, beispielsweise Waschbecken und Badewannen. Allerdings ist hierfür eine Absicherung gegen die Gefahren Brand, Sturm und Hagel über eine Gebäudeversicherung möglich, da sie als Gebäudebestandteile gelten.

Auch verklebte Teppiche, Antennenanlagen und Einbaumöbel wie Einbauküchen, die vom Vermieter stammen und so fest mit dem Gebäude verbunden sind, dass sie durch eine Demontage unbrauchbar werden würden, können vom Versicherungsschutz ausgeschlossen sein. Grundsätzlich sollte in solchen Fällen beim Versicherer nachgefragt werden.

Nicht versichert sind zudem Kraftfahrzeuge sowie diverse Luft- und Wasserfahrzeuge. Auch elektronisch gespeicherte Daten und Programme, wie private Fotos und Videos, gehören nicht zum Versicherungsumfang. Kosten für die technische Wiederherstellung dieser ausschließlich für die private Nutzung bestimmten Daten und Programme sind nur versichert, wenn dies gesondert im Versicherungsvertrag vereinbart ist.

Von der Wohnung bis zum Hotelzimmer

Übrigens, der Schutz der Hausratversicherung gilt für die Wohnung, den Garten, die Garage und eventuell die selbst genutzten Kellerräume des Versicherungsnehmers auf dem in der Police angegebenen Versicherungsgrundstück. Selbst ein eigenes ausschließlich beruflich genutztes Arbeitszimmer innerhalb der versicherten Wohnung, das nur über die Privaträume betreten werden kann, fällt nach den neuesten Bedingungen unter den Versicherungsschutz: Das heißt, die hier untergebrachten Möbel und Elektronikgeräte wären über die Hausrat-Police abgedeckt.

Bei den meisten älteren Verträgen besteht jedoch entsprechend der zugrunde liegenden Bedingungen dafür kein Versicherungsschutz. In diesem Fall wäre eine eigene Geschäftsinhalts-Versicherung, die beispielsweise auch Schäden durch Brand, Sturm und Einbruchdiebstahl abdeckt, sinnvoll. Grundsätzlich empfiehlt es sich daher bei einem beruflich genutzten Arbeitszimmer bei der Versicherung nachzufragen, ob dessen Inhalt durch die Hausrat-Police abgedeckt wird oder nicht.

Im Rahmen der Außenversicherung sind in der Regel auch das Reisegepäck im Hotelzimmer oder in eine Gartenlaube vorübergehend eingebrachte Gegenstände wie Fernsehgerät oder Werkzeug ohne Aufpreis mitversichert. Dieser Schutz gilt für den mitgeführten Hausrat bis zu einem in der Police festgelegten Zeitraum von drei oder sechs Monaten und einer vereinbarten Entschädigungsgrenze, deren Höhe in der Regel zehn Prozent der Gesamtversicherungs-Summe ist.

Wertsachen

Die Hausratversicherung ersetzt normalerweise den Neuwert, also den Preis, der für die Neuanschaffung der beschädigten Gegenstände benötigt wird. Voraussetzung ist, dass die Versicherungssumme auch dem tatsächlichen Wert des Hausrats entspricht.

Für Wertsachen wie Bargeld, auf Geldkarten geladene Beträge, Sparbücher, Schmuck, Pelze und Antiquitäten gibt es üblicherweise Sonderregelungen. Für diese Gegenstände kann beispielsweise die Aufbewahrung in einem Tresor vorgeschrieben sein. Versichert sind die Wertsachen dann gemäß den in der Hausrat-Police vereinbarten Entschädigungsgrenzen, beispielsweise maximal bis 20 Prozent der Versicherungssumme.

Befinden sie sich bei Schadeneintritt außerhalb eines Wertschutzschranks, gelten normalerweise andere vertraglich vereinbarte Obergrenzen. So kann beispielsweise für Bargeld eine maximale Entschädigungsgrenze von 1.500 € und für Sparbücher von 3.000 € festgelegt sein. Gegen Aufpreis sind teils auch höhere Entschädigungen versicherbar.

Spezialpolicen

Wer teure Wertsachen wie Schmuck oder Antiquitäten, aber auch wertvolle Gemälde oder Kunstgegenstände besitzt, deren Werte die Entschädigungsgrenzen übersteigen, sollte diese mit speziellen Policen, wie beispielsweise einer Schmuckversicherung, absichern.

Damit können meist nicht nur die tatsächlichen Werte, sondern teils auch mehr Gefahren als in der Hausrat-Police vereinbart versichert werden.

Für Hobby- oder Profifotografen, die eine teure Kameraausrüstung haben, oder für Musiker mit wertvollen Instrumenten werden zum Beispiel spezielle Versicherungsverträge angeboten, die unter anderem auch Transportschäden einschließen.

Vom Brand- bis zum Hagelschäden

Versichert sind in einer Hausratversicherung in der Regel unter anderem Beschädigungen durch Brand, Explosion, Blitzschlag, Einbruchdiebstahl und Vandalismus nach einem Einbruch, ungewollt austretendes Leitungswasser, Sturm ab Windstärke acht oder Hagel. Der genaue Versicherungsschutz ist von der Versicherungsbedingung – konkret der Allgemeinen Hausratversicherungs-Bedingung (VHB) – abhängig, die der Police zugrunde liegt.

Während zum Beispiel bei den älteren Hausrat-Versicherungsbedingungen Schäden durch Hagel oder Implosion nicht automatisch mitversichert waren, sind diese in den aktuelleren VHB standardmäßig mit eingeschlossen.

Ausgenommen sind Schäden, die der Versicherungsnehmer vorsätzlich herbeigeführt hat, sowie nicht kalkulierbare Schäden durch Krieg, innere Unruhen oder Atomkraftunfälle. Auch leicht zu vermeidende Beschädigungen wie reine Sengschäden, beispielsweise das Ansengen einer Tischdecke durch Zigarettenglut, sind nicht versichert.

Wenn Naturgewalten am Werk sind

Ebenfalls nicht zum normalen Versicherungsumfang zählen sogenannte Elementarschäden, also zum Beispiel Schäden, die durch Überschwemmung, Rückstau, Erdbeben, Erdsenkung, Erdrutsch oder Schneelast verursacht wurden.

Diese Elementarrisiken können jedoch bei den meisten Policen gegen einen kleinen Aufpreis in die Hausratversicherung mit eingeschlossen werden.

Die meisten Versicherer bieten zudem kostenlos oder gegen Aufpreis diverse Zusätze zur Hausrat-Police, die den Versicherungsschutz erweitern, an. Zusätzlich versicherbar sind unter anderem Überspannungsschäden sowie das Risiko eines Glasbruchs beispielsweise bei Möbelverglasungen oder einem Ceranfeld.

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