Abgeltungsteuer umgehen: Riester-Fondsvertrag übersparen?

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Um der Abgeltungsteuer ein Schnippchen zu schlagen, könnten Riester-Fondssparpläne über die Fördergrenze bespart werden. Dennoch müssen Sie sorgfältig abwägen, ob es sich lohnt, einen Riester-Fondssparplan zu übersparen.

Ab 1.1.2009 verlangt der Fiskus 25 Prozent Abgeltungsteuer plus Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer (insgesamt bis zu rund 28,5 Prozent) auf Erträge aus neu abgeschlossenen Kapitalanlagen. Eine Ausnahme bilden Riester-Fondssparpläne.

Wer in einen Riester-Fondssparplan mehr als den jährlichen Höchstbeitrag von 2.100 Euro (einschließlich Zulagen) einzahlt, braucht die Erträge aus dem überschießenden Betrag nur zur Hälfte zu versteuern. Bei einem individuellen Steuersatz von 30 Prozent wären das 15 Prozent Einkommensteuer plus Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer. Bei Rentenzahlungen ist nur der Ertragsanteil zu versteuern. Dieser richtet sich nach dem Alter bei Rentenbeginn und beträgt 18 Prozent für 65-Jährige und 17 Prozent für 67-Jährige.

Geldtipp
Da Riester-Fonds wegen des garantierten Kapitalerhalts oft relativ renditeschwach sind, verzichten Sie bei diesem eher fragwürdigen Steuerspartipp auf höhere Renditechancen, die andere Investmentfonds versprechen. Nur wenn Sie einen überdurchschnittlich performenden Riester-Fonds erwischen, der die Kosten der Kapitalgarantie durch seine gute Wertentwicklung ausgleicht, kann diese Strategie sich auszahlen. Außerdem: Das Kapital aus einem übersparten Riester-Fonds lässt sich erst fünf Jahre vor dem gesetzlichen Renteneintrittsalter auszahlen. Daher lohnt sich die Umschichtung von einem normalen Investmentfonds in einen Riester-Fonds nur für diejenigen, die damit ohnehin ihre Alterseinkünfte aufbessern möchten und deshalb auf die ständige Verfügbarkeit des Kapitals verzichten.

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