Wie Verluste aus Zertifikaten ab 2009 steuerlich berücksichtigt werden

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Viele Anleger, die in den letzten beiden Jahren Zertifikate gekauft haben, haben inzwischen erhebliche Verluste einstecken müssen. Da stellt sich die Frage, ob man die Verluste wenigstens steuerlich geltend machen kann.

Für vor dem 31.12.2008 erworbene Zertifikate, die wie Bonus-, Discount- und Indexzertifikate nicht zu den Finanzinnovationen zählen, gilt Folgendes:

  • Bei Kauf vor dem 15.3.2007 gilt die Regelung zur einjährigen Spekulationsfrist auch bei Verkauf oder Einlösung des Zertifikats ab dem 1. 1.2009 weiter. Das heißt, dass nach Ablauf der Frist (Haltedauer des Zertifikats länger als ein Jahr) ein Verlust weder 2008 noch 2009 steuerlich geltend gemacht werden.
  • Bei Kauf ab dem 15.3.2007 und Gutschrift des Verkaufs- bzw. Einlösungsbetrages bis 30.6.2009 bleibt ein Verlust steuerlich unbeachtlich, wenn bis dahin die Spekulationsfrist von einem Jahr abgelaufen ist. Daher ist es günstiger, erst ab dem 1.7.2009 zu verkaufen, da dann trotz abgelaufener Spekulationsfrist ein Verlust im Rahmen der Abgeltungssteuer mit anderen Kapitalerträgen wie z.B. Zinsen und Dividenden verrechnet werden kann (§ 52 a Abs. 10 Satz 8 EStG 2009).

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