Wie sich Kündigung und Verkauf einer Lebensversicherung steuerlich auswirken

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Wer eine Lebensversicherung nicht bis zum Laufzeitende durchhält, erleidet oft einen Verlust. Ob dieser steuerlich geltend gemacht werden kann, hängt insbesondere von der Dauer der Beitragszahlung ab.

Wollen Sie eine vor 2005 abgeschlossene Kapitallebensversicherung bzw. fondsgebundene Lebensversicherung vorzeitig bei Ihrer Versicherungsgesellschaft kündigen (Rückkauf) oder auf dem Zweitmarkt verkaufen, weil Sie Geld brauchen? Dann erleiden Sie oft einen Verlust, weil der Rückkaufswert bzw. Verkaufserlös niedriger als die eingezahlten Beiträge ist. Steuerlich wirkt sich das wie folgt aus:

1) Sie haben vor Ablauf der 12-jährigen Mindestlaufzeit den Vertrag beendet

  • durch Kündigung
    2008:
    Die im Rückkaufswert enthaltenen Zinsen sind kapitalertragsteuerpflichtig, der Verlust ist steuerlich nicht relevant.
    2009: Die im Rückkaufswert enthaltenen Zinsen sind abgeltungssteuerpflichtig, der Verlust ist steuerlich nicht relevant.
  • durch Verkauf
    2008:
    Der Verlust ist steuerlich nicht relevant, ein Gewinn steuerfrei.
    2009: Der Verlust kann mit Ihren übrigen Kapitalerträgen verrechnet werden, ein Gewinn ist abgeltungssteuerpflichtig. 

2) Sie haben nach Ablauf der 12-jährigen Mindestlaufzeit den Vertrag beendet

  • durch Kündigung
    2008: Die Zinsen sind kapitalertragsteuerfrei, der Verlust ist steuerlich nicht relevant.
    2009: Die Zinsen sind abgeltungssteuerfrei, der Verlust ist steuerlich nicht relevant.
  • durch Verkauf
    2008: Der Verlust ist steuerlich nicht relevant, ein Gewinn steuerfrei.
    2009: Der Verlust ist steuerlich nicht relevant, ein Gewinn abgeltungssteuerfrei.

Der Verkauf ist oft ertragreicher als eine Kündigung. Verkaufen lässt sich eine Police zum Beispiel auf www.policenboerse-deutschland.de. Das Mindestgebot ist der Rückkaufswert.

Steuertipp
Wer seine Lebensversicherung vorzeitig verkaufen will und einen Gewinn erwartet, sollte dies bis zum 31.12.2008 tun, da dann der Gewinn steuerfrei bleibt. Wird dagegen ein Verlust erwartet, ist das Abwarten bis nach dem Jahreswechsel günstiger, weil dann der Verlust verrechenbar ist.

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