Wertpapierspekulationsverluste 1997 und 1998 nicht abziehbar

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Ist der Saldo aus Spekulationsgewinnen bzw. -verlusten eines Kalenderjahres negativ, kann dieser Gesamtverlust in das Vorjahr zurückgetragen und/oder in die Vorjahre vorgetragen werden. Sie können den Verlust mit in diesen Jahren entstandenen Gewinn aus privaten Veräußerungsgeschäften verrechnen (Verlustabzug). Das ist seit 1999 so geregelt.

Das Bundesverfassungsgericht hat in seinem Urteil vom 9.3.2004 die Spekulationsbesteuerung in den Jahren 1997 und 1998 für nichtig erklärt. Die Folge: Für diese Jahre wird auch kein Spekulationsgewinn festgesetzt. Damit bleiben Spekulationsverluste in diesen beiden Jahren nicht berücksichtigt (BFH, Urteil vom 14.7.2004, Az. XI R 13/01, BFH/NV 2004 S. 1437). Die dagegen erhobenen Verfassungsbeschwerde mit dem Aktenzeichen 2 BvR 1935/04 ist gescheitert, da sie vom Bundesverfassungsgericht nicht zur Entscheidung angenommen wurde. Konsequenz: Es bleibt wohl dabei, dass Spekulationsverluste aus 1997 und 1998 endgültig nicht anerkannt werden.

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