Was sich ab 2009 beim Freistellungsauftrag geändert hat

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Mit einem Freistellungsauftrag bei Ihrer Bank, Sparkasse, Fondsgesellschaft oder Versicherungsgesellschaft können Sie den Abzug der Abgeltungssteuer von Ihren Kapitalerträgen verhindern.

Ein Freistellungsauftrag ist möglich bis in Höhe des Sparer-Pauschbetrages, also wie bisher bis 801 Euro bei Alleinstehenden mit Grundtarif bzw. 1602 Euro bei Verheirateten mit Splittingtarif. Da sich der Freistellungshöchstbetrag gegenüber 2008 nicht geändert hat, gelten bereits erteilte Aufträge ab 2009 weiter. Haben Sie einen Freistellungsauftrag erteilt, verzichtet Ihr Kreditinstitut in Höhe des freigestellten Betrages auf den Abzug von Kapitalertragsteuer (Abgeltungssteuer) auf Ihre Zinsen bzw. beantragt beim Bundeszentralamt für Steuern die Erstattung der von der Aktiengesellschaft einbehaltenen Steuer auf Ihre Dividenden. 

Neu ist, dass ab 2009 eine Beschränkung des Freistellungsauftrags auf einzelne Konten und Depots bei derselben Bank nicht mehr möglich ist (BMF-Schreiben vom 2.7.2008, DStR 2008 S.1382). Ferner ist zu beachten, dass ab 2009 auch Kursgewinne aus Wertpapierverkäufen zu den Einkünften aus Kapitalvermögen zählen. Damit werden Freistellungsaufträge künftig schneller überschritten als noch bis Ende 2008, als die Kursgewinne zu den privaten Veräußerungsgeschäften zählten. Und schließlich dürfen auch Selbstständige ab 2009 mittels eines gesonderten amtlichen Formulars einen Freistellungsauftrag für bestimmte Kapitalerträge erteilen, die zu ihren Betriebseinnahmen rechnen. Dazu zählen zum Beispiel betriebliche Gewinne aus Aktienverkäufen und Termingeschäfte zur Absicherung (§ 43 Abs. 2 Satz 3 Nr. 2 EStG 2009, neu gefasst durch Jahressteuergesetz 2009).

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