Wann beginnt die Spekulationsfrist für die bei Einlösung von Zertifikaten gelieferten Aktien?

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Erfolgte nach dem Kauf eines Discount- oder Bonuszertifikats vor 2009 innerhalb eines Jahres eine Rückzahlung in Geld oder Aktien, ist dies ein steuerpflichtiges privates Veräußerungsgeschäft gemäß § 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 EStG 2008.

Wurde in Geld zurückgezahlt, ergibt sich der steuerlich relevante Gewinn oder Verlust als Differenz zwischen Anschaffungskosten des Zertifikats und dem Rückzahlbetrag unter Berücksichtigung der Nebenkosten bzw. Werbungskosten.

Bei Einbuchung von Aktien statt Geld ist die Differenz zwischen dem Kurswert der Aktien (niedrigster an einer deutschen Börse einschließlich XETRA am Zuflusstag gehandelter Kurs) und den Anschaffungskosten des Zertifikats maßgeblich. Die Aktien gelten in dem Zeitpunkt als angeschafft, in dem nach den Emissionsbedingungen des Zertifikats feststeht, dass es zur Lieferung kommt (BMF-Schreiben vom 27.11.2001, BStBl I 2001 S. 986 Rz. 50). Verkaufen Sie die vor 2009 zugeflossenen Aktien innerhalb eines Jahres nach diesem Anschaffungszeitpunkt, liegt ein steuerpflichtiges privates Veräußerungsgeschäft nach § 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 EStG 2008 vor.

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