Verbleib von Auslandsvermögen sollten Sie nachweisen können

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Haben Sie Geld im Ausland angelegt und diese Anlage beendet, dann sollten Sie den Verbleib des Geldes nachweisen können. Dass sie es zuhause im Sparstrumpf haben, glaubt Ihnen das Finanzamt nämlich nicht. Und schätzt dann die Kapitaleinkünfte!

Hier hatte der Betroffene eine Festgeldanlage in der Schweiz aufgelöst und darüber keine weitere Mitteilung an sein Finanzamt gemacht. Einkünfte aus der Anlage hatte er in seiner Steuererklärung nicht angegeben. In einem Verfahren wegen Steuerhinterziehung ging die Steuerfahndung davon aus, dass das Geld nach der Auflösung der Festgeldanlagen erneut angelegt wurde. Das Finanzamt schätzte daher die aus der Anlage erzielten Erträge und legte der Schätzung Zinssätze von jeweils zwei Prozent über dem Diskontsatz der Deutschen Bundesbank zugrunde.  Der so Beschuldigte behauptete, er habe das Geld nach der Auflösung des Festgeldkontos nicht erneut angelegt, sondern im heimischen Tresor aufbewahrt.

Diese Darstellung nahmen ihm weder das Finanzamt, noch das Finanzgericht Saarbrücken ab. Das Geld im heimischen Tresor aufbewahrt worden sei, sei nicht glaubhaft. Ein solches Verhalten dürfte selbst bei einer geschäftlich unerfahrenen Person die Ausnahme darstellen. Bei einer geschäftlich sehr versierten Person wie B., die sich mit Kapitalanlagen in Luxemburg und in der Schweiz auskennt, sei es höchst unwahrscheinlich, dass das Geld im heimischen Tresor aufbewahrt wird, zumal mit der Anlage in den Vorjahren erhebliche Gewinne erzielt worden waren (Urteil des FG Saarland vom 14.2.2007, Az.: 1 K 1391/03).

Fazit: So einfach ist es also nicht. Als Steuerzahler sind Sie hier in der Pflicht an der Aufklärung der Sache mitzuwirken (§ 90 Abs.2 AO). Tun Sie das nicht, ist es dem Finanzamt erlaubt, zu schätzen. Dabei sind weder Finanzamt noch Finanzgericht verpflichtet, nachzuweisen, dass zum Beispiel hier das Geld angelegt und nicht im heimischen Tresor aufbewahrt wurde. Diese Pflicht trifft vielmehr den, der dies behauptet. Gelingen könnte das zum Beispiel durch die eidesstattliche Versicherung eines Zeugen.

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