Telekom-Treueaktien sind steuerpflichtig

 - 

Wer beim zweiten Börsengang der deutschen Telekom Bonusaktien erhalten hat, muss diese als Einkünfte aus Kapitalvermögen versteuern - und zwar in dem Jahr, in dem die Aktien in sein Depot eingebucht wurden. Der Bundesfinanzhof stellte sich damit auf die Seite des Finanzamts und hob das anders lautende Urteil des Finanzgerichts Düsseldorf auf (BFH-Urteil vom 7.12.2004, DStR 2005 S. 639).

Begründung: Der Bonusanspruch beruht - zumindest teilweise - darauf, dass der Anleger die Aktien gehalten hat. Er ist also durch das Verhältnis zwischen Anleger und Gesellschaft veranlasst. Das reicht aus, um Kapitalerträge anzunehmen.

In dem Verfahren hatte der Kläger beim zweiten Börsengang der Telekom im Juni 1999 insgesamt 420 »junge Aktien« des Konzerns erworben. Da er die Telekom-Papiere bis zum Ablauf der Haltefrist am 31.8.2000 nicht verkaufte, stand ihm für jeweils 10 neue Aktien eine Bonusaktie zu.

Die Höhe der Einnahmen richtet sich nach dem niedrigsten Kurswert, den die Telekom-Aktie am Tag der Depoteinbuchung an einer deutschen Börse aufwies (einschließlich XETRA-Handel).

Wichtig: Als Aktionär, der junge Aktien bekommen hat, müssen Sie prüfen, ob Sie diese Papiere in Ihrer Steuererklärung angegeben haben. Falls nicht, sind Sie dazu aufgrund des Urteils des Bundesfinanzhofs verpflichtet. Der Richterspruch trifft auch alle Aktionäre, die Anfang 2002 Bonusaktien aus dem dritten Börsengang erhalten haben: Auch diese Treuepapiere sind steuerpflichtig.

Weitere News zum Thema

  • Rohstoff-ETFs: Rendite-Chancen mit Risiken

    [] Rohstoffaktien waren in den letzten Jahren an der Börse stark unter Druck. Kein Wunder. Die Weltwirtschaft schwächelt, Chinas Konjunkturmotor stottert – und der kräftige Ausbau der Förderkapazitäten in den Vorjahren sorgt dafür, dass das Angebot die Nachfrage übersteigt. mehr

  • Warum für Frauen die private Altersvorsorge wichtig ist

    [] (verpd) Aufgrund ihrer Erwerbsbiografie bekommen Rentnerinnen im deutschlandweiten Durchschnitt gerade einmal etwas mehr als die Hälfte der gesetzlichen Rente der Männer, wie statistische Daten belegen. Eine Umfrage belegt aber auch, dass vielen Frauen bewusst ist, dass sie sich finanziell nicht auf die gesetzliche Rente alleine verlassen können. mehr

  • Mehr als jeder sechste Bundesbürger ist armutsgefährdet

    [] (verpd) Das Risiko, von Armut betroffen zu sein, ist in Deutschland trotz anhaltendem Wirtschaftswachstum und sinkender Arbeitslosenquote weiter gestiegen. Laut eines vor Kurzem veröffentlichten Berichtes des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbands - Gesamtverband e.V. sind im Durchschnitt 15,7 Prozent der Bevölkerung von Armut bedroht. Besonders betroffen sind wie in den Vorjahren Alleinerziehende, Erwerbslose, Kinderreiche Familien und Rentenbezieher. mehr

  • Gesetzliche Krankenversicherung erzielte Milliardengewinn

    [] (verpd) Das System der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) hat im vergangenen Jahr dank eines moderaten Kostenanstiegs und aufgrund einer steigenden Versichertenzahl einen Überschuss von rund 1,38 Milliarden Euro erzielt. Die Finanzreserven der Krankenkassen summierten sich dadurch auf 15,9 Milliarden Euro, wie das Bundesministerium für Gesundheit jüngst mitteilte. Einschließlich der im Gesundheitsfonds liegenden Reserven stiegen die Rücklagen auf zusammen 25 Milliarden Euro. mehr

  • Viele Arbeitnehmer und Arbeitgeber verschenken Geld

    [] (verpd) Aktuelle Zahlen aus dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) zeigen, dass noch lange nicht alle Arbeitnehmer die Vorteile einer betrieblichen Altersvorsorge (bAV) für sich nutzen, um ihr finanzielles Auskommen im Rentenalter zu sichern. Dabei gibt es auch geschlechter- und altersspezifische Unterschiede. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.