Swapbasierte Exchange Traded Funds (ETFs) vermeiden die Abgeltungssteuer

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Mit dem Kauf von Aktienindexfonds (ETFs) statt Aktienfonds bis Ende 2008 lassen sich spätere Aktienkursgewinne abgeltungssteuerfrei kassieren sowie Managementgebühren sparen.

An der Börse gehandelte Indexfonds – auf Englisch "Exchange Traded Funds" (abgekürzt: ETF) – bilden die Wertentwicklung eines Index 1:1 ab. In einem ETF auf den Deutschen Aktienindex (DAX) beispielsweise finden sich genau die Werte wieder, die im DAX enthalten sind. Steigt der DAX, steigt auch der Wert des ETF-Anteils und umgekehrt. Mangels eines aktiven Fondsmanagements sind ETFs für den Anleger deutlich gebührengünstiger als aktiv gemanagte Fonds. Dieser Gebührenvorteil wiegt um so schwerer, als es nur wenigen aktiven Fonds überhaupt gelingt, den Index zu übertreffen. Viele Fondsmanager bleiben sogar unter dem Index, also unter ihrer eigenen Benchmark. Da lohnt es sich eigentlich nicht, dafür auch noch Gebühren zu zahlen.

Herkömmliche ETFs werden wie normale Investmentfonds besteuert. Das heißt, bei Kauf bis Ende 2008 bleiben Kursgewinne beim Verkauf nach Ablauf der einjährigen Spekulationsfrist abgeltungssteuerfrei. Die vom Fonds erzielten Dividenden werden aber jährlich besteuert, egal ob sie ausgeschüttet (Kurs-Index) oder wieder in den Index investiert werden (Performance-Index).

Bei swapbasierten ETFs auf einen Performance-Index ist das anders, denn hier werden mittels sog. "Swaps" Dividenden in Kursgewinne umgewandelt. Swaps sind spezielle Tauschgeschäfte unter Banken, die zu den Derivaten zählen. Somit bleiben bei Swap-ETFs im Gegensatz zu herkömmlichen ETFs die Dividenden bei Kauf bis Ende 2008 und Verkauf nach Ablauf der Spekulationsfrist von der Abgeltungssteuer endgültig verschont.

Werden Swap-ETFs erst nach 2008 gekauft, gibt es keine Spekulationsfrist mehr. Dann fällt bei Verkauf 25 % auf den gesamten Kursgewinn an, somit auch auf die darin enthaltenen Dividenden. Damit ist dann zumindest noch ein Steuerstundungseffekt verbunden, denn bei normalen ETFs sind die Dividenden jährlich steuerpflichtig.

Bekannte Anbieter von ETFs sind zum Beispiel die Deutsche Bank (www.dbxtrackers.com), die Commerzbank (www.comstage.de) und Barclays (www.ishares.com).

Hinweis:
Die größeren Steuervorteile von Swap-ETFs gegenüber normalen ETFs haben einen Nachteil: Während ETFs ohne Swap als Sondervermögen wie normale Investmentfonds bei einer Pleite des Fondsanbieters geschützt sind, gilt dies für ETFs mit Swaps nur teilweise. Denn Swaps sind kein Sondervermögen, sondern gelten als Schuldverschreibungen der daran beteiligten Banken. Wenn der Swap-Partner bankrott geht, ist der geswapte Anteil des Fondsvermögens ebenfalls weg. Allerdings ist dieses Insolvenzrisiko begrenzt, da ETF-Anbieter aufgrund gesetzlicher Regelung nur bis zu 10 % des Sondervermögens swappen dürfen.

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