Steuerstundungsmodelle: Alle Schlupflöcher sind gestopft

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Aus für hohe Verlustzuweisungen aus Beteiligungen an Schiffen, Filmen, Immobilien oder Windparks: Verluste aus geschlossenen Fonds dürfen Sie nur noch mit Gewinnen aus derselben Einkunftsquelle verrechnen (§ 15b EStG).

Davon betroffen sind Anlageformen, die Anfangsverluste von mehr als 10% des eingesetzten Kapitals zuweisen. Sie dürfen nur noch mit künftigen Gewinnen aus derselben Einkunftsquelle verrechnet werden, jedoch nicht mehr mit anderen Einkünften.

Diese Einschränkung gilt bereits seit 11. November 2005 für alle Einkunftsarten mit Ausnahme der Kapitaleinkünfte. Fondsanbieter haben die Gesetzeslücke bei den Kapitaleinkünften massiv ausgenutzt und Fondsmodelle kreiert, die im ersten Jahr bis zu 258% des geleisteten Eigenkapitals als Verlust zuweisen. Nunmehr werden auch bei sämtlichen Kapitalerträgen die Verlustzuweisungen auf 10% des Kapitals begrenzt. Diese Regelung gilt rückwirkend für alle im Jahr 2006 eingefahrenen Verluste.

Diese Rückwirkung ist rechtlich umstritten. Grund: Das Bundeskabinett hat die Änderung erst im August 2006 beschlossen. Solange allerdings kein Verfahren vor dem BFH oder dem Bundesverfassungsgericht anhängig ist, gilt § 15b EStG in der verschärften Form.

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