Steuerprivileg für Lebensversicherungen in zwei Fällen ab 2009 abgeschafft

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Mit dem Jahressteuergesetz 2009 verlieren Kapitallebensversicherungen mit Vermögensverwaltung und mit geringem Todesfallschutz ihre Steuervorteile.

Noch vor Kurzem galten liechtensteinische Lebensversicherungsmäntel als die Geheimwaffe gegen die Abgeltungssteuer. Bei diesem Finanzprodukt bringen vermögende Kapitalanleger ihr deutsches Wertpapierdepot als Einmaleinzahlung in eine speziell dafür konstruierte Lebensversicherung zum Beispiel aus Liechtenstein ein, ohne es zu verkaufen. Dieser Versicherungsmantel um das eigene Depot sollte den Vorteil haben, dass die Wertpapiererträge wie die Erträge aus einer normalen Kapitallebensversicherung nicht der Abgeltungssteuer unterliegen.

Doch da allzu viele Finanzberater dafür öffentlich Werbung gemacht haben, wurden auch die Beamten im Bundesfinanzministerium hellhörig. Und so kam es ähnlich wie bei den Zertifikaten: Per Jahressteuergesetz 2009 wird das Steuerprivileg kurzerhand gestrichen. Davon sind auch alle bereits abgeschlossenen Versicherungsverträge betroffen, die eine derartige individuelle Vermögensverwaltung beinhalten. Ab 2009 werden somit die der Lebensversicherung zufließenden Wertpapiererträge und Veräußerungsgewinne wie bei einem normalen Depot bei der Bank mit 25% Abgeltungsteuer belastet.

Hinweis

Normale Kapitallebensversicherungen und fondsgebundene Lebensversicherungen behalten ihren Steuervorteil. Das heißt, es wird bei Auszahlung am Laufzeitende nur 50% des Differenzbetrages zwischen Auszahlung und Einzahlungen dem persönlichen Steuersatz unterworfen. Das ist immer günstiger, als 25% Abgeltungssteuer auf den vollen Unterschiedsbetrag zahlen zu müssen.

Allerdings soll dieser Steuervorteil für ab dem 1.4.2009 neu abgeschlossene Verträge nur dann gelten, wenn der Todesfallschutz mindestens 50% der Beitragssumme beträgt bzw. das Deckungskapital oder den Zeitwert der Versicherung spätestens fünf Jahre nach Vertragsabschluss um mindestens zehn Prozent übersteigt (§ 20 Abs. 1 Nr. 6 EStG 2009).

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