Seit 1.7.2005: Ausländische Banken verschicken Kontrollmitteilungen

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Wer Kapitalvermögen im Ausland angelegt hat, muss sich umstellen - und zwar seit 1. Juli 2005: Seit diesem Tag ist die neue EU-Zinsbesteuerung in Kraft. Sie verpflichtet alle Banken, Zinserträge von EU-Ausländern an die Finanzämter des jeweiligen Heimatstaates zu melden.

Das bedeutet für Sie: Wenn Sie ein Festgeldkonto bei einer französischen Bank unterhalten, muss das Kreditinstitut eine Kontrollmitteilung über Ihre Zinserträge an das deutsche Bundesamt für Finanzen schicken. Diese Behörde leitet die Informationen dann an Ihr Finanzamt weiter. Die Zinsen müssen Sie dann in Deutschland versteuern.

Dieser Informationsaustausch soll die Steuerhinterziehung über die Grenze bekämpfen.

Konsequenz: Bekommen die Finanzämter auf diese Weise Informationen über bisher verschwiegenes Kapitalvermögen, müssen die Betroffenen mit Nachfragen der Behörde rechnen.

Allerdings haben sich verschiedene Länder den Schutz ihres Bankgeheimnisses »erkauft« - und zwar durch eine anonym abgeführte Quellensteuer auf Zinserträge. Dieser Abzug beträgt 15 %, steigt ab Juli 2008 auf 20 % und - als letzte Stufe - ab 2011 auf 35 %.

Wichtig: Betroffen sind nur Zinserträge, jedoch nicht die sonstigen Kapitaleinkünfte wie etwa Dividenden. Auch ältere Anleihen und bestimmte Investmentfonds bleiben verschont. In Deutschland legt die Zinsinformationsrichtlinie fest, welche Anlagen im Einzelnen erfasst werden.

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