"Lose Zusammenschlüsse": Kein Abzug von Abgeltungsteuer

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Sportgruppen, Schulklassen, Sparklubs usw. müssen keine Abgeltungsteuer zahlen. Welche Voraussetzungen muss eine Gruppe erfüllen, um von der Vereinfachungsregel zu profitieren? Für wen kommt sie nicht in Betracht? Wir erklären es Ihnen.

Unter einem "losen" Personenzusammenschluss versteht die Finanzverwaltung z.B. einen Sparklub, eine Sportgruppe (z.B. Kegelklub), eine Schulklasse oder eine Stammtischrunde, wenn diese aus mindestens sieben Mitgliedern besteht. Dann kann die kontoführende Bank auf den Abgeltungssteuerabzug unter den folgenden Voraussetzungen verzichten (BMF-Schreiben vom 27.4.2009, IV C 1 - S 2252/08/10003):

  • Das Konto enthät neben dem Namen des Kontoinhabers (Kassenführers) einen Zusatz, der auf den Personenzusammenschluss hinweist (z.B. Sparklub X, Klassenkonto der Realschule Y, Klasse 5a);
  • die Kapitalerträge pro Konto des Personenzusammenschlusses übersteigen 10 Euro im Kalenderjahr nicht, vervielfältigt mit der
    Anzahl der Mitglieder, maximal 300 Euro im Kalenderjahr;
  • Änderungen der Mitgliederzahl wurden dem Kreditinstitut zu Beginn des Kalenderjahres mitgeteilt.

Keine "losen Personenzusammenschlüsse" im Sinne dieser Vereinfachungsregel sind zum Beispiel Grundstücksgemeinschaften, Erbengemeinschaften, Wohnungseigentümergemeinschaften und Mieter mit gemeinschaftlichen Mietkautionskonten. Auch Vereinskonten sind nicht begünstigt.

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