Kein Altersentlastungsbetrag für Kapitaleinkünfte ab 2009

 - 

Der Altersentlastungsbetrag begünstigt Nebeneinkünfte von Ruheständlern. Ab 2009 gibt es diese Steuervergünstigung im Regelfall nicht mehr für Kapitaleinkünfte.

Ab 2009 behalten die Banken als Erfüllungsgehilfen des Staates 25% Abgeltungssteuer von jedem Euro Kapitalertrag ein, für den kein Freistellungsauftrag vorliegt. Damit ist die Einkommensteuer auf die Kapitaleinkünfte abgegolten, sodass diese im Normalfall nicht mehr in der Einkommensteuererklärung auftauchen. Somit fallen die Einkünfte aus Kapitalvermögen auch aus der Berechnung des Altersentlastungsbetrages heraus. Dieser Freibetrag stellt für Senioren, die mindestens 64 Jahre alt sind, Nebeneinkünfte bis zu 1.900 Euro von der Steuer frei (§ 24a EStG).

Der Wegfall dieser Begünstigung führt dazu, dass viele Ruheständler künftig 25% Steuern plus Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer auf ihre Kapitalerträge zahlen müssen, die über dem Sparer-Pauschbetrag liegen.

Steuertipp
Es gibt aber einen Ausweg. Ruheständler sollten ab 2010 freiwillig beim Finanzamt im Rahmen ihrer Einkommensteuererklärung die ausgefüllte Anlage KAP abgeben und vom Finanzamt eine Günstigerprüfung durchführen lassen. In vielen Fällen wird das Finanzamt dann feststellen, dass eine Besteuerung der über dem Sparer-Pauschbetrag liegenden Kapitalerträge gemäß Grund- oder Splittingtarif günstiger ist. Dann werden die Kapitaleinkünfte wie bisher in das zu versteuernde Einkommen eingerechnet mit Gewährung des Altersentlastungsbetrages.

Weitere News zum Thema

  • Die beliebtesten Sparmotive der Bürger

    [] (verpd) Der Konsum ist nach der Herbstumfrage des Verbandes der Privaten Bausparkassen zum Sparverhalten wieder das wichtigste Sparmotiv der Deutschen. Die Altersvorsorge ist weiterhin gefragt und liegt auf dem zweiten Platz. Im Vergleich zu den Jahren zuvor ist jedoch das Sparen für ein Wohneigentum aktuell weniger beliebt. mehr

  • Bundesweite Rauchmelderpflicht

    [] (verpd) Bei einem Brand kommt es auf Sekunden an. Ein Rauchmelder sorgt dafür, dass bei einem Wohnungsbrand alle Bewohner rechtzeitig gewarnt werden. Daher haben mittlerweile alle Bundesländer Vorschriften erlassen, die Hauseigentümer zur Installierung von Rauchmeldern verpflichten. Berlin hat als letztes Bundesland eine entsprechende Einbaupflicht für Neu- und Umbauten ab dem 1. Januar 2017 vorgesehen. Allerdings gibt es immer noch Unterschiede, wann bei bestehenden Häusern Rauchmelder verpflichtend eingebaut werden müssen mehr

  • Wenn das Gehalt nicht pünktlich gezahlt wird

    [] (verpd) Ein Arbeitnehmer, dessen Lohn beziehungsweise Gehalt nicht pünktlich gezahlt worden ist, hat nicht nur einen Anspruch auf die Zahlung von Verzugszinsen, sondern zusätzlich auch auf Überweisung eines Pauschalbetrages in Höhe von 40 Euro. Das hat das Landesarbeitsgericht Köln mit einem kürzlich veröffentlichten Urteil entschieden (Az. 12 Sa 524/16). mehr

  • 2016 noch Geld sparen

    [] Der Countdown zum Jahreswechsel läuft. Trotz des Weihnachtstrubels sollten Sie sich unbedingt ein wenig Zeit für Ihre Finanzen nehmen – zumal Sie dann unter Umständen viel Geld sparen können. mehr

  • Warum Grundstücksbesitzer bei maroden Wegen handeln müssen

    [] (verpd) Eine fünf Zentimeter hohe Betonabbruchkante, die auf einem für Radfahrer freigegebenen, unbeleuchteten Weg mit einem Winkel von 45 Grad schräg in Fahrtrichtung verläuft, stellt eine große Gefahrenquelle dar. Sie löst im Fall eines Unfalls eine Haftungsverpflichtung des Verkehrssicherungs-Pflichtigen aus. Das hat der 9. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Hamm mit einem veröffentlichten Urteil entschieden (Az. 9 U 78/13). mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.