Heute handeln! Verlustbescheinigung bis zum 15.12. bei der Bank beantragen

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Um Kapitalverluste per Steuererklärung verrechnen zu lassen, benötigen Anleger von ihrer Bank eine Bescheinigung über die aufgelaufenen Verluste. Diese Bescheinigung muss bis zum 15. Dezember beantragt werden.

Bei Konten und Depots im Inland müssen die Kreditinstitute seit 2009 positive Kapitalerträge (z.B. Zinsen, Dividenden, Verkaufsgewinne) mit im gleichen Jahr angefallenen negativen Kapitalerträgen (z.B. gezahlte Stückzinsen, Verkaufsverluste) verrechnen. Dazu dienen zwei verschiedene Verlustverrechnungstöpfe, die von den Banken pro Kunde geführt werden: der Aktienverlusttopf und der allgemeine Topf für die übrigen Verluste.

Ein am Ende des Kalenderjahres in einem Topf nach bankinterner Verrechnung übrig gebliebener Verlust wird von der Bank ins nächste Jahr vorgetragen, verbleibt also im Verlusttopf. Wenn Sie das verhindern wollen, weil Sie den Verlust über Ihre Steuererklärung mit den bei einer anderen Bank erzielten Gewinnen verrechnen wollen, müssen Sie sich den Verlust für das Finanzamt bescheinigen lassen.

Diese Verlustbescheinigung muss bis zum 15.12. bei der betreffenden Bank beantragt werden (§ 43a Abs. 3 Satz 5 EStG), was auch online über die Bank-Homepage möglich ist. Diese Antragsfrist gilt auch dann, wenn erst zum 31.12. feststeht, ob überhaupt ein Verlust in einem der Töpfe verbleibt. Wird die Bescheinigung ausgestellt, fällt der betreffende Verlusttopf auf null zurück.

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