Geschlossene Fonds: Kosten für die Errichtung nicht sofort abziehbar

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Geschlossene Fonds kosten häufig erst einmal: Konzeption, Gründung, Finanzierung und Platzierung verschlingen viel Geld. Diese Kosten dürfen nicht gleich zu Beginn steuerlich geltend gemacht werden, entschied der BFH im Fall eines Schiffsfonds.

Konzeptions-, Gründungs-, Finanzierungs- und Platzierungskosten eines in der Rechtsform einer GmbH Co. KG geführten Schiffsfonds sind in voller Höhe als Anschaffungskosten des Schiffs (Tankschiff bzw. Containerschiff) zu behandeln, erklärten die Richter (BFH, urteil vom 14.4.2011, Az. IV R 8/10).

Die Einordnung als Betriebsausgaben wäre für die Kapitalanleger steuerlich bedeutend günstiger gewesen, denn Betriebsausgaben dürfen sofort abgezogen werden. Den Kapitalanlegern hätte dann dadurch bereits in der Beitrittsphase ein höherer Verlust zugewiesen werden können, der wiederum mit positiven anderen Einkünften hätte verrechnet werden können.

Einen solchen Steuervorteil hat der BFH jedoch abgelehnt und damit seine restriktive, zu Immobilienfonds entwickelte Rechtsprechung auch auf Schiffsfonds erstreckt. Danach sind sämtliche Aufwendungen im Zusammenhang mit der Errichtung des Schiffsfonds als Anschaffungskosten des Schiffs zu behandeln.

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