Gebühren für Vermögensverwaltung vollständig abziehbar?

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Die Finanzverwaltung lässt nur einen Teil dieser Kosten als Werbungskosten zu. Das sieht das Finanzgericht Köln anders.

Die Richter sind der Auffassung: Sie brauchen die Vermögensverwaltungsgebühren nicht aufzuteilen in Werbungskosten bei den Kapitalerträgen, bei den Spekulationsgewinnen sowie bei steuerfreien Vermögensmehrungen. Vielmehr sind diese Aufwendungen in voller Höhe Werbungskosten bei den Einkünften aus Kapitalvermögen (FG Köln, Urteil vom 5.1.2007, Az. 14 K 310/04).

Voraussetzung: Sie wollen mit den Kapitalanlagen nicht in erster Linie steuerfreie Wertsteigerungen erzielen. Wenn die Wertsteigerung nur ein Ziel unter mehreren ist, sind die Werbungskosten trotzdem durch die Kapitaleinkünfte verursacht.

Ausnahme: Kosten im Zusammenhang mit Kapitalanlagen, die gar keine Erträge bringen können, sind nicht abziehbar.

Die Finanzverwaltung hat gegen das Urteil der Kölner Finanzrichter Revision eingelegt (Az. beim BFH VIII R 30/07).

Hinweis: Ab 2009 verliert die Entscheidung erheblich an Bedeutung, da dann Werbungskosten beim Kapitalvermögen grundsätzlich nicht mehr angesetzt werden dürfen.

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