Für welche privaten Veräußerungsgeschäfte die Spekulationsfrist ab 2009 weiter gilt

 - 

Für Wertpapiere, die ab 2009 erworben wurden, sowie für ab 2009 eingegangene Termingeschäfte mit Derivaten gibt es die einjährige Spekulationsfrist nicht mehr. Das bedeutet: dass auch noch nach vielen Jahren ein Verkaufsgewinn der Abgeltungssteuer unterliegt bzw. ein Verkaufsverlust steuerlich noch geltend gemacht werden kann.

Die Abschaffung der Spekulationsfrist gilt aber nicht für alle privaten Veräußerungsgeschäfte. So bleibt bei Erwerb ab 2009 in den folgenden Fällen gemäß § 23 EStG ein Gewinn aus dem Verkauf steuerfrei bzw. ein Verkaufsverlust steuerlich unberücksichtigt:

  • Verkauf von Wertgegenständen (Edelmetalle wie Gold und Silber), Kunstgegenständen (z.B. Antiquitäten, Gemälde) und Gebrauchsgegenständen (z.B. privater Pkw)  nach einem Jahr Besitzdauer.
  • Verkauf von beweglichen Wirtschaftsgütern, mit denen Einkünfte erzielt wurden, nach Ablauf von 10 Jahren. Das gilt z.B. für Beteiligungen an geschlossenen Containerfonds, bei denen Schiffscontainer entgeltlich vermietet werden, oder für die Verleihung von Kunstgegenständen gegen Gebühren.
  • Verkauf von vermieteten oder beruflich genutzten Häusern und Wohnungen, von unbebauten Grundstücken, von Grundstücksrechten (z.B. "bebautes" Erbbaurecht) und von Anteilen an geschlossenen Immobilienfonds nach Ablauf von 10 Jahren.

Ein innerhalb der Spekulationsfrist angefallener Veräußerungsgewinn ist nur dann steuerfrei, wenn er unter der Freigrenze von 600 Euro liegt.

Weitere News zum Thema

  • Die beliebtesten Sparmotive der Bürger

    [] (verpd) Der Konsum ist nach der Herbstumfrage des Verbandes der Privaten Bausparkassen zum Sparverhalten wieder das wichtigste Sparmotiv der Deutschen. Die Altersvorsorge ist weiterhin gefragt und liegt auf dem zweiten Platz. Im Vergleich zu den Jahren zuvor ist jedoch das Sparen für ein Wohneigentum aktuell weniger beliebt. mehr

  • Bundesweite Rauchmelderpflicht

    [] (verpd) Bei einem Brand kommt es auf Sekunden an. Ein Rauchmelder sorgt dafür, dass bei einem Wohnungsbrand alle Bewohner rechtzeitig gewarnt werden. Daher haben mittlerweile alle Bundesländer Vorschriften erlassen, die Hauseigentümer zur Installierung von Rauchmeldern verpflichten. Berlin hat als letztes Bundesland eine entsprechende Einbaupflicht für Neu- und Umbauten ab dem 1. Januar 2017 vorgesehen. Allerdings gibt es immer noch Unterschiede, wann bei bestehenden Häusern Rauchmelder verpflichtend eingebaut werden müssen mehr

  • Wenn das Gehalt nicht pünktlich gezahlt wird

    [] (verpd) Ein Arbeitnehmer, dessen Lohn beziehungsweise Gehalt nicht pünktlich gezahlt worden ist, hat nicht nur einen Anspruch auf die Zahlung von Verzugszinsen, sondern zusätzlich auch auf Überweisung eines Pauschalbetrages in Höhe von 40 Euro. Das hat das Landesarbeitsgericht Köln mit einem kürzlich veröffentlichten Urteil entschieden (Az. 12 Sa 524/16). mehr

  • 2016 noch Geld sparen

    [] Der Countdown zum Jahreswechsel läuft. Trotz des Weihnachtstrubels sollten Sie sich unbedingt ein wenig Zeit für Ihre Finanzen nehmen – zumal Sie dann unter Umständen viel Geld sparen können. mehr

  • Warum Grundstücksbesitzer bei maroden Wegen handeln müssen

    [] (verpd) Eine fünf Zentimeter hohe Betonabbruchkante, die auf einem für Radfahrer freigegebenen, unbeleuchteten Weg mit einem Winkel von 45 Grad schräg in Fahrtrichtung verläuft, stellt eine große Gefahrenquelle dar. Sie löst im Fall eines Unfalls eine Haftungsverpflichtung des Verkehrssicherungs-Pflichtigen aus. Das hat der 9. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Hamm mit einem veröffentlichten Urteil entschieden (Az. 9 U 78/13). mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.