Die gesetzliche Einlagensicherung wird wegen der Finanzkrise verbessert

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Vor dem Hintergrund der Finanzkrise, die zu erheblichen Schieflagen im Welt-Bankensystem geführt haben, wird die gesetzliche Einlagensicherung innerhalb der Europäischen Union verbessert. Bereits ab Juli 2009 wird die Sicherungsgrenze pro Kunde mehr als verdoppelt.

Banken mit Geschäftssitz in Deutschland sind verpflichtet, ihre Einlagen durch Zugehörigkeit zu einer gesetzlichen Entschädigungseinrichtung zu sichern. Daneben existiert noch ein System freiwilliger Einlagensicherungsfonds verschiedener Bankengruppen mit höheren Absicherungen, wobei diese Sicherungsfonds im Falle eines Zusammenbruchs des Bankensystems vermutlich auch nicht alle Ersatzansprüche erfüllen können. Sparkassen, Landesbanken, Landesbausparkassen und Genossenschaftsbanken (Volks- und Raiffeisenbanken) sind von der Zugehörigkeitspflicht zu einer gesetzlichen Einlagensicherung befreit, solange sie einem verbandseigenen Stützungs- bzw. Garantiefonds angehören. Die deutschen Zweigstellen von ausländischen Banken gehören dem jeweiligen ausländischen Einlagensicherungssystem an..

Sind Sie unsicher, ob eine Ihnen unbekannte Bank zumindest der gesetzlichen Einlagensicherung angehört, können Sie sich beim jeweiligen Bankenverband oder der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) erkundigen. Üblicherweise finden Sie auch in den Geschäftsbedingungen der Banken Hinweise zur Einlagensicherung.

Die gesetzliche Einlagensicherung in der Europäischen Union garantiert allen Kunden privater Kreditinstitute derzeit Entschädigungsansprüche mindestens in Höhe von 90% der verlorenen Einlagen, maximal jedoch 20.000 Euro pro Bankkunde. Bei Gemeinschaftskonten gilt die Grenze je Gläubiger, sodass jeder Gläubiger für seinen Anteil einen entsprechenden Entschädigungsanspruch hat. Ab dem 30.6.2009 wird die Mindestdeckung auf 50.000 Euro angehoben und die bisherige Selbstbeteiligung des Bankkunden von 10% des Verlustes abgeschafft. Ab dem 31.12.2010 wird die Sicherungsuntergrenze auf 100.000 Euro erhöht und die Frist für die Auszahlung der gesicherten Einlagen auf 30 Tage verkürzt.

Die gesetzliche Einlagensicherung schützt vorrangig private Anleger und kleinere Unternehmen. Eine Auflistung der vom Schutz ausgeschlossenen, zumeist institutionellen Anleger findet sich in § 3 Abs. 2 Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz. Gesetzlich geschützt sind Guthaben auf Girokonten, Termin- und Spareinlagen sowie Namensschuldverschreibungen wie z.B. Sparbriefe. Anleihen und Zertifikate sind bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten gesetzlich nicht geschützt, wohl aber der Anspruch des Bankkunden auf Herausgabe der im Depot seiner pleite gegangenen Bank verwahrten Wertpapiere sowie auf Auszahlung von Verkaufserlösen bei Wertpapiergeschäften.

Unser Tipp
Übersteigt Ihre Geldanlage die genannte Sicherungsgrenze, dann verteilen Sie Ihre Einlagen lieber auf mehrere Banken. Denn pro Bank besteht nur eine Sicherung in Höhe der genannten Mindestgrenze (zuzüglich etwaiger höherer Absicherung Ihrer Bank bei einem freiwilligen Einlagensicherungsfonds).

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