BFH-Vorschau: Einkünfte aus Kapitalvermögen

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Drei Fälle zu Einkünften aus Kapitalvermögen, die 2011 zur Entscheidung anstehen, hat der BFH bereits in seiner Agenda eingeplant. Zu den Themen gehören u.a. die Zurechnung von Zinsen und Anrechnung von Kapitalertragsteuer sowie Sonn- und Feiertagszuschläge bei Gesellschafter-Geschäftsführern.

Aktenzeichen Thema
VIII R 17/09 Zurechnung von Zinsen und Anrechnung von Kapitalertragsteuer:
Das Verfahren VIII R 17/09 betrifft die Frage, bei wem Einkünfte aus Kapitalvermögen anzusetzen sind und Kapitalertragsteuer anzurechnen ist, wenn der Gesellschafter-Geschäftsführer einer GmbH Gelder der Gesellschaft im eigenen Namen anlegt und die erzielten Zinsen an die Gesellschaft zurückleitet.
VIII R 3/09 Verzugszinsen als Einkünfte aus Kapitalvermögen:
Im Verfahren VIII R 3/09 ist zu entscheiden, ob Verzugszinsen, die der Steuerpflichtige nach einem erfolgreichen Prozess auf Rückerlangung einer Bürgschaftssumme erhalten hat, als Einkünfte aus Kapitalvermögen zu erfassen sind, und welche Bedeutung es hat, dass die in der Vergangenheit angefallenen Refinanzierungskosten aus der Bürgschaftsinanspruchnahme und die mit dem Prozess verbundenen Kosten nicht als Werbungskosten berücksichtigt worden sind.
VIII R 27/09 Sonn- und Feiertagszuschläge beim Gesellschafter-Geschäftsführer:
Gesonderte Vergütungen, die eine GmbH ihrem Gesellschafter-Geschäftsführer für die Ableistung von Überstunden zahlt, sind regelmäßig verdeckte Gewinnausschüttungen und damit Einkünfte aus Kapitalvermögen. Im Verfahren VIII R 27/09 geht es um die Frage, ob dies auch für Sonn- und Feiertagszuschläge gilt und ob das Finanzamt die verdeckten Gewinnausschüttungen und die anrechenbare Körperschaftsteuer trotz Bestandskraft der Einkommensteuerfestsetzungen berücksichtigen durfte.

Quelle: http://www.bundesfinanzhof.de

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