BFH bestätigt: Verluste durch wertlose Optionen nicht abziehbar

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Lassen Anleger eine Kaufoption verfallen, können sie die Anschaffungskosten nicht als steuerlichen Verlust abziehen. Der BFH bestätigte mit diesem Urteil seine Rechtsprechung.

Eine Kaufoption berechtigt den Erwerber, z.B. ein bestimmtes Wertpapier zu einem bestimmten Zeitpunkt oder innerhalb eines bestimmten Zeitraums zu einem im Voraus festgelegten Preis zu kaufen. Die Option wird der Erwerber nur einlösen, wenn der Marktpreis über dem im Voraus vereinbarten Preis liegt. Ist dies nicht der Fall, ist die Option wertlos. 

Lässt ein Anleger dann die Option verfallen, kann er die vergeblich aufgewendeten Anschaffungskosten nicht als Spekulationsverlust geltend machen. Begründung: Ein privates Veräußerungsgeschäft liegt nur dann vor, wenn der Investor einen Gewinn bzw. einen Verlust aus dem Optionsrecht tatsächlich realisiert. Das aber sei gerade nicht der Fall, wenn er sein Recht auf Differenzausgleich nicht nutzt und stattdessen die Option verfallen lässt. (BFH-Urteil vom 09.10.2008, Az. IX R 69/07, Bestätigung des Urteils vom 19.12.2007, Az. IX R 11/06).

Bitte beachten Sie: Dieses Urteil betrifft die Rechtslage bis einschließlich Steuerjahr 2008. Ab dem Steuerjahr 2009 gehören Verluste aus Optionsgeschäften nicht mehr zu den Spekulationsverlusten des § 23 EStG, sondern zu den Verlusten aus Kapitalvermögen. Doch auch dann ist nach Auffassung der Finanzverwaltung der Verfall einer Option steuerlich ohne Bedeutung (BMF-Schreiben vom 13.6.2008, DStR 2008 s. 1236 Tz. II 5).

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