Ans Finanzamt gezahlte Nachzahlungszinsen auf Einkommensteuerschulden nicht abziehbar

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Zinsen auf Nachzahlungen von Einkommensteuer dürfen Sie nicht von den Zinserträgen absetzen, die Sie mit einer verzinslichen Anlage der nachzuzahlenden Steuern erzielt haben.

Waren Ihre im Laufe des Jahres geleisteten Einkommensteuer-Vorauszahlungen zu niedrig, wird im Steuerbescheid eine Steuernachzahlung festgesetzt. Diese Nachzahlung müssen Sie verzinsen, wenn seit Ende des Kalenderjahres, für das der Steuerbescheid gilt, mehr als 15 Monate vergangen sind (§ 233a AO). Dann werden vom Finanzamt 0,5 % Zinsen pro vollem Monat berechnet, also 6 % im Jahr. Die Zinsen werden in einem Zinsbescheid für den Zeitraum vom 1.4. des übernächsten Jahres bis zum Tag der Bekanntgabe des Steuerbescheides festgesetzt.

Leider dürfen Sie die wegen Einkommensteuerschulden ans Finanzamt gezahlten Nachzahlungszinsen steuerlich nicht absetzen. Auch wenn Sie Ihre Steuerrücklagen bis zum Erlass des Steuerbescheides verzinslich angelegt hatten und die daraus erzielten Zinserträge versteuern müssen, ist ein Abzug der Nachzahlungszinsen als Werbungskosten bei den Einkünften aus Kapitalvermögen nicht möglich. Das hat der Bundesfinanzhof so entschieden (BFH-Urteil vom 2.9.2008, VIII R 2/07, BFH/NV 2009 S. 264). Begründung des BFH: Gemäß § 12 Nr. 3 EStG sind Nebenleistungen zur Einkommensteuer, zu denen auch Nachzahlungszinsen gehören, nicht abziehbar.

Eine Ausnahme vom Abzugsverbot gilt nur für Nachzahlungszinsen auf betriebliche Steuern wie Umsatzsteuer und Gewerbesteuer. Diese Zinsen dürfen Selbstständige als Betriebsausgaben geltend machen.

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