Abgeltungsteuer und Kirchensteuer

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Wussten Sie, dass sich die Abgeltungsteuer auch auf die Kirchensteuer der Anleger auswirkt? Die an die Abgeltungsteuer gekoppelte Kirchensteuer wird ab 2009 entweder von den Banken einbehalten, oder später in der Steuererklärung gesondert festgestellt.

Welche Methode Sie als Bankkunde wählen, dürfen Sie natürlich selbst bestimmen. Was sind die Vorteile und Nachteile der unterschiedlichen Methoden?

  • Führt die Bank die Kirchensteuer ab, bedeutet dies eine Vereinfachung für den Kunden und eine Entbürokratisierung gegenüber dem Finanzamt. Allerdings muss hierzu die Religionszugehörigkeit gegenüber der Bank offen gelegt werden.
  • Soll die Bank die Kirchensteuer nicht direkt abführen, müssen Sie in Ihrer Steuererklärung Angaben über die von der Bank einbehaltene und abgeführte Abgeltungsteuer machen und Nachweise hierüber vorzulegen. Zudem können Angaben zu den Kapitaleinkünften erforderlich werden. Die Kirchensteuer wird dann durch das Finanzamt im Rahmen des Veranlagungsverfahrens festgesetzt und erhoben.

Die OFD Koblenz weist darauf hin, dass voraussichtlich ab dem Jahr 2011 beim Bundeszentralamt für Steuern eine Datei eingerichtet wird, die alle notwendigen Daten für die Abgeltungsteuer einschließlich der Religionszugehörigkeit enthält und auf die die Banken unter Wahrung des Datenschutzes zugreifen können (OFD Koblenz, Pressemitteilung vom 4.11.2008).

Steuertipp
Wollen Ehegatten den Kirchensteuerabzug von ihrer Bank vornehmen lassen und ist nur einer von ihnen Kirchenmitglied, müssen bei einem gemeinsamen Konto oder Depot der Bank gegenüber die gemeinsam erzielten Kapitalerträge auf die Ehegatten aufgeteilt werden. Damit erreichen Sie, dass nur Kirchensteuer auf den Anteil des kirchensteuerpflichtigen Ehegatten an den Kapitalerträgen erhoben wird.

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