Abgeltungsteuer: Gewinner und Verlierer

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Am 1.1.2009 tritt die Abgeltungsteuer in Kraft. Sparer und Anleger haben noch knapp drei Monate Zeit, ihre langfristigen Wertpapieranlagen steueroptimal auszurichten. 2009 ist es dafür meist zu spät, denn wegen der gesetzlichen Übergangsregelung zur Spekulationsfrist muss dies bis Ende 2008 geschehen .

Größter Nachteil der Abgeltungsteuer: Die Steuerfreiheit von Kursgewinnen bzw. Wertzuwächsen nach Ablauf der einjährigen Spekulationsfrist fällt weg. Das betrifft Wertpapiere, die ab 2009 gekauft werden. Somit müsste noch bis Ende 2008 in Aktien und Investmentfonds investiert werden, um die Spekulationsfrist ab 2009 weiter nutzen zu können. Doch angesichts der Krise an den Finanzmärkten bleiben viele Anleger der Börse lieber fern, bis sich der Pulverdampf verzogen hat. Und das kann bis weit ins Jahr 2009 dauern. Ob man trotz der Kreditkrise bis Ende 2008 wegen der Abgeltungsteuer an der Börse investieren sollte, kann niemand sagen. Am besten, Sie warten die weitere Entwicklung ab und entscheiden sich erst kurz vor dem Jahreswechsel!

Konservative Anleger mit höherem Einkommen, die lieber am Rentenmarkt in Anleihen von Schuldnern erstklassiger Bonität investieren, fahren mit der Abgeltungsteuer ab 2009 recht gut: 25% Abgeltungsteuer ab 2009 belasten den eigenen Kontostand weniger als z.B. 40% persönlicher Einkommensteuersatz auf Zinsen im Jahr 2008. Ohne einen einzigen Anlage-Euro umzuschichten, sparen Gutverdiener ab 2009 somit auf jeden Euro Zinsen etwa 0,15 Euro Steuern. Chancen auf langfristige Wertzuwächse wie am Aktienmarkt bestehen dafür am Rentenmarkt kaum. Denn festverzinsliche Wertpapiere werden am Ende der Laufzeit vom Emittenten zu 100% zurückgezahlt.

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