Zehn Tipps für Sparer

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Finanzielle Vorsorge ist nach wie vor richtig und sinnvoll – auch wenn die Zinsen momentan mager sind.

Mit nur 0,8 Prozent p.a. hat die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen in diesem Monat einen historischen Tiefpunkt erreicht. Vor zehn Jahren lag sie noch bei vergleichsweise attraktiven 4,0 Prozent. Da fragt so mancher, ob sich Sparen überhaupt noch lohnt.

Zehn Grundregeln können dazu beitragen, das eigene Geld sicher anzulegen:

  • Ersparnisse und Vermögen sollten Sie grundsätzlich breit streuen. Dabei alle wichtigen Anlageklassen wie Aktien, Immobilien, Festverzinsliche nutzen. Niemals einseitig alles auf eine Karte setzen, auch wenn ein Finanzprodukt noch so attraktiv erscheinen mag.

  • Grundsätzlich gilt: Hoher Zins, hohes Risiko. Hohe Zinsangebote deshalb sorgfältig auf Risiken überprüfen.

  • Lassen Sie sich nicht unter Zeitdruck setzen. Vorschnell getroffene Anlageentscheidungen werden oft bereut.

  • Legen Sie einen Notgroschen für plötzliche, unvorhersehbare Ausgaben an, beispielsweise auf einem Tagesgeldkonto. Die Verzinsung muss hier zugunsten höchstmöglicher Sicherheit und schneller Verfügbarkeit zurückstehen.

  • Unterschätzen Sie bei Anlagen in fremden Währungen nicht das Wechselkursrisiko. Denn was nutzt eine attraktive Verzinsung in fremder Währung, wenn diese Währung abwerten sollte?

  • Achten Sie bei Wertpapieren auf die Bonität des Emittenten, d.h. die Zahlungsfähigkeit des Schuldners. Das gilt nicht nur für Unternehmen, die Wertpapiere emittieren, sondern auch für Staaten.

  • Große, international bekannte Aktienunternehmen bieten derzeit oft Dividendenrenditen von etwa drei bis fünf Prozent. Aktien sind zwar Risikopapiere, doch mit diesem Renditevorsprung gegenüber Anleihen lassen sich auf längere Sicht mögliche Kursverluste abfedern. Sie sollten Aktien allerdings nur kaufen, wenn Sie Kursschwankungen aushalten können und wenn das investierte Geld langfristig angelegt werden kann. Außerdem ist eine Risikostreuung auf verschiedene Aktien wichtig.

  • Gold und andere Edelmetalle sind nicht wertstabil. Sie bringen auch keine Zinsen. Profitieren lässt sich nur von steigenden Edelmetallpreisen.

  • Achten Sie auf mögliche Kosten. Sparkonten sind in aller Regel kostenfrei, bei Wertpapieren und Investmentfonds dagegen fallen Kosten an. Auch ein ständiges Veräußern und Neuanlegen von Wertpapieren oder Fondsanteilen kann erhebliche Kosten verursachen (Hin und her macht Taschen leer).

  • Hüten Sie sich vor undurchsichtigen Finanzangeboten. Entscheiden Sie sich nur für Anlageprodukte, die Sie auch verstehen.

Quelle: Bankenverband

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