Sparbriefe können jetzt über die Börse versilbert werden

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Beim Sparen setzen die Deutschen auf Sicherheit. Zu den sicheren Geldanlagen zählen Sparbriefe. Sie ähneln Festgeldkonten: Ein bestimmter Betrag wird über einen längeren Zeitraum fest angelegt und zu einem attraktiven Zinssatz verzinst. Das Problem für die Anleger: Im Vertrag ist festgelegt, dass der Sparbrief unkündbar ist. Doch wer dringend Geld braucht, kann seinen Sparbrief neuerdings verkaufen.

Auf der Suche nach neuen Geschäftsfeldern starteten die Regionalbörsen Hamburg und Hannover mit der Sparbriefbörse Deutschland ein in dieser Form bisher ungekanntes Angebot für Privatanleger. Die Geschäftsidee: Wer als Sparbriefinhaber an sein Geld will, hat keine Chance einen Käufer zu finden. An der Sparbriefbörse erhalten die Anleger nun eine neutral überwachte Möglichkeit, einen Käufer für ihren Sparbrief zu finden.

So funktioniert die Abwicklung über die Sparbriefbörse

Auf der Internetseite www.sparbriefbörse-deutschland.de gibt der Verkäufer die notwendigen Rahmendaten seines Sparbriefes ein. Erforderlich sind:

  • der Name der herausgebenden Bank,

  • die Laufzeit des Sparbriefs,

  • der genaue Fälligkeitstermin und

  • die Höhe der Verzinsung.

Wer seinen Sparbrief verkaufen will, muss eine Kopie des Sparbriefes an die Deutsche Sparbriefbörse senden. Die Adressen für den Versand der Kopie an die Deutsche Sparbriefbörse lauten:

  • Fax 04101/85 48 059

  • Per Post an die Adresse
    Deutsche Sparbriefbörse, Großer Burstah 44, 20457 Hamburg

  • Per E-Mail an info@sparbriefboerse.de

Vor der Versendung der Kopie des Sparbriefes reicht es zunächst aus, auf dem Online-Portal der Sparbriefbörse ein Angebot einzuholen. Auf der Basis dieser Angaben erhält der Verkäufer einen unverbindlichen Vorschlag für einen Startpreis, der ihm Orientierung für die daran anschließende Auktionseröffnung geben soll. Der Verkäufer kann den Vorschlag übernehmen oder selbst einen eigenen Startpreis für die Auktion festlegen.

Prüfung durch neutrale Vermittler

Von den Börsen beauftragte Makler prüfen als neutrale Vermittler die Verkaufsanfrage und stellen sie auf der Handelsplattform ein. Nach dem Auktionsstart können Kaufinteressenten Gebote abgeben – die Bieterphase endet nach fünf Tagen automatisch. Den Zuschlag erhält der Bieter mit dem höchsten Angebot.

Der Käufer zahlt den vereinbarten Kaufpreis auf ein Treuhandkonto. Zum Abschluss erfolgt nach Unterzeichnung des Kauf- und Übertragungsvertrages die Auszahlung des Kaufpreises an den Verkäufer.

Die Kosten

Erst bei einer erfolgreichen Vermittlung fallen Kosten an. Ganz billig ist die Sache nicht. Der Verkäufer zahlt eine Makler-Courtage in Höhe von 2 % (mindestens 125,00 €) an den Makler sowie 25,00 € plus Umsatzsteuer für die Treuhandabwicklung. Auch der Käufer zahlt: Für ihn wird ebenfalls eine Makler-Courtage von 2 % (mindestens 125,00 €) fällig sowie 25,00 € plus Umsatzsteuer für die Treuhandabwicklung.

Trotz der hohen Kosten für den Sparbriefverkauf: Wer dringend Geld braucht, der versilbert besser seinen Sparbrief über die Sparbriefbörse, anstatt sein Geldproblem mit einem extrem teuren Dispokredit zu lösen oder gar eine bestehende Riester- oder Lebensversicherung zu kündigen.

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