So sparen die Deutschen

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(verpd) Je Haushalt wuchs das Geldvermögen um rund 1.000 € auf durchschnittlich 78.500 €. Dennoch gibt es eine Differenz zwischen dem, was die Bürger für die Erfüllung ihrer Ziele benötigen würden und was sie tatsächlich sparen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Marktforschungsinstituts TNS Infratest im Auftrag des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR).

Laut Umfrage von TNS Infratest lag der maximal mögliche monatliche Sparbetrag der befragten Bundesbürger im Jahr 2011 bei durchschnittlich 185 €. Tatsächlich sparten die Bundesbürger 20 € im Monat weniger, also im Durchschnitt 165 €. Das Sparpotenzial wurde damit zu knapp 90 Prozent ausgeschöpft.

Zur Erfüllung ihrer Ziele bräuchten die Bundesbürger nach Angaben der Befragten jedoch im Durchschnitt 234 € monatlich. Die Differenz zwischen Sparwunsch und dem tatsächlich zurückgelegten Geld weist somit eine Sparlücke von 69 € im Monat auf.

Nettovermögen gestiegen

Das Nettogeldvermögen je Person stieg im vergangenen Jahr um 500 € auf 38.700 €. Dabei erhöhte sich das Geldvermögen insgesamt um 600 € auf 57.600 €. Die Verbindlichkeiten stiegen nur leicht um 100 € auf 18.900 € an. Je Haushalt wuchs das Geldvermögen 2011 nur noch um rund 1.000 € auf durchschnittlich 78.500 €. Von 2009 auf 2010 hatte sich noch ein Plus von 4.300 € ergeben.

Tatsächlich geben die Durchschnittswerte nur einen groben Überblick über die wirkliche Vermögenslage der Bundesbürger. Die Schwankungen sind erheblich. Besonders junge Bundesbürger sowie Geringverdiener würden eine hohe Diskrepanz zwischen Vorsorgebedarf und tatsächlichem Sparbetrag aufweisen, obwohl sie ihre Sparfähigkeit weitestgehend ausnutzen, erklärte der Auftraggeber der Studie.

Individuelle Beratung

Für jeden Einzelnen ist es wichtig zu wissen, wie seine finanzielle Situation aussieht und mit welchen Leistungen beispielsweise aus der gesetzlichen Rentenversicherung er künftig rechnen kann.

Selbst wer glaubt, keinen finanziellen Spielraum für eine Vorsorge zu haben, sollte darüber nachdenken, denn manche Vorsorgemöglichkeiten – beispielsweise mithilfe einer staatlichen Förderung – erschließen sich erst nach einer gründlichen Analyse.

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