Geschlossene Fonds: Sensationelles Urteil gegen Gurken-Fonds

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Neue Hoffnung für hunderttausende Anleger, die befürchten, wegen notleidender geschlossener Fonds große Teile ihrer Altersvorsorge zu verlieren.

Das Landgericht Frankfurt am Main hat ein Urteil gefällt, das eine neue Angriffsfläche gegen eine Vielzahl geschlossener Fonds erschließen würde, wenn es zu entsprechenden obergerichtlichen Urteilen kommen sollte (LG Frankfurt, 17.10.2014, Az. 2–21 O 339/13). Die Chancen dafür stehen gut.

Zunächst könnten davon die rund 9.000 deutschen Anleger profitieren, die seinerzeit den aktuell notleidenden IVG Euroselect Fonds XIV GmbH & Co. KG gezeichnet haben, aber auch hunderttausende deutsche Anleger, die derzeit befürchten, über notleidende geschlossene Fonds große Teile ihrer Altersvorsorge zu verlieren.

Hintergrund

The Gherkin (die Gurke) ist der Name des architektonisch spektakulären Hochhauses, das längst zu einem der herausragenden Wahrzeichen Londons geworden ist und das über einen geschlossenen Fonds zur Hälfte auch von deutschen Anlegern finanziert wurde.

Die Gurke wurde im Oktober an einen brasilianischen Milliardär zu einem von Fachleuten als angemessen bezeichneten Preis veräußert. Dennoch müssen die deutschen Anleger wahrscheinlich mit Vermögensverlusten bis hin zum Totalverlust rechnen.

Der Fachanwalt Mathias Nittel (Neckargemünd) hat nun laut seiner Homepage gegen die vermittelnden Banken (Deutsche Bank und Commerzbank) mittels einer Reihe von nachgewiesenen Beratungsfehlern Schadenersatzklagen eingereicht.

Bei einem der Verfahren, das mit obengenanntem Urteil rechtskräftig abgeschlossen wurde, spielte erstmals eine Rolle, dass die Zeichner nicht auf die fehlende Unabhängigkeit der Treuhänderin hingewiesen wurden.

Da bei geschlossenen Fonds nur in Ausnahmefällen unabhängige Treuhänder tätig sind, könnte dieser Punkt zu massenhaften Schadenersatzklagen führen bzw. Schadenersatzklagen aussichtsreicher gestalten.

Dieser Beitrag wurde von Helmut Kapferer erstellt.

Quelle: www.versicherungspraxis24.de vom 12.12.2014

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