Fondssparpläne und Abgeltungsteuer

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Anleger, die jetzt Geld in Fondssparpläne investieren, erzielen erheblich weniger Rendite als vor dem Jahr 2009. Schuld ist die damals eingeführte Abgeltungsteuer.

Wer bis Ende 2008 Wertpapiere oder Wertpapierfonds, z.b. Aktienfonds, nach der einjährigen Spekulationsfrist verkaufte, konnte seine Kursgewinne steuerfrei vereinnahmen.

Nur für Zinsen und für die Hälfte der Dividenden – sofern sie den Sparer-Freibetrag überstiegen – wurden Steuern fällig, und zwar entsprechend dem persönlichen Einkommensteuersatz. Ein Sparer, der über viele Jahre hinweg monatlich einen festen Betrag in einen Investmentfonds einzahlte, konnte sich so bis zum Ruhestand eine ansehnliche Zusatzrente ansparen.

Doch seit Anfang 2009 erhebt der Staat 25 % Abgeltungsteuer zzgl. Soli und ggf. KiSt auf private Kapitalerträge – egal ob Veräußerungsgewinne, Zinsen oder Dividenden und unabhängig von der Haltedauer.

Beispiel:

Legt ein Sparer (nach dem 1.1.2009) jeden Monat 100,00 € in Aktienfonds mit einer durchschnittlichen Jahresrendite von 8,3 % an, erreicht er nach 30 Jahren ein Endvermögen von 150.000,00 €. Nach altem Recht wurden davon keinerlei Steuern abgezogen, da durch die lange Haltedauer die Spekulationsfrist eingehalten war. Nach Einführung der Abgeltungsteuer müssen jetzt von dem erreichten Sparbetrag erst einmal 31.920,00 € an das Finanzamt überwiesen werden und es stehen danach nur noch 118.080,00 € z.B. zur Finanzierung einer lebenslangen privaten Rente zur Verfügung.

Grundsätzlich gilt: Nur für die vor Ende 2008 gekauften Fondsanteile gelten die alten, günstigen Regeln weiter. Alle seit 2009 gekauften Fondsanteile unterliegen dem neuen Recht.

Das ist von Bedeutung, wenn Sie schon seit vielen Jahren in einen Ansparplan einzahlen und aus Geldnot Anteile davon verkaufen müssen oder einen schlecht laufenden in einen besser rentierenden Fonds tauschen möchten. Denn dann greift bei der Ermittlung des steuerpflichtigen Kapitalertrags die sogenannte FIFO-Regel (first in, first out). Das heißt, es werden die Anteile verkauft, die Sie als Erstes gekauft haben. Das sind bei einem vor Ende 2008 abgeschlossenen Sparplan aber die Anteile, die Sie zuerst gekauft haben und die Sie bei Sparplanende – mit dann hoffentlich hohen Kursgewinnen – steuerfrei verkaufen könnten.

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