Fondskauf bei Direktbanken: Große Auswahl und meist günstig

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Einen großen Marktanteil beim Fondsgeschäft haben sich innerhalb weniger Jahre die Direktbanken gesichert. Vorteil dieser Institute: Unternehmen wie z.B. CortalConsors oder Comdirect bieten eine erheblich größere Auswahl von Fonds als traditionelle Banken und gewähren häufig Rabatt beim Ausgabeaufschlag oder verzichten sogar völlig auf diesen Aufschlag.

Die fehlende Beratung im Wertpapierbereich war bislang der größte Nachteil dieser Anbieter. Für erfahrene Anleger, die den Markt beobachten und wissen, was sie wollen, war das aber kein Problem. Inzwischen bieten aber mehrere Direktbanken unabhängige Honorarberatung an: Dabei zahlt der Kunde eine pauschale Gebühr; dafür bekommt er alle Provisionen, die sonst die Bank in die eigene Tasche stecken würde, gutgeschrieben. Auf lange Sicht dürften Anleger damit besser fahren als mit dem herkömmlichen, provisionsbasierten Modell. Denn die im klassischen Modell an die Bank und deren Partner fließenden Gebühren sind häufig höher als die Kosten der Honorarberatung. Und den unvermeidlichen Interessenkonflikt des provisionsabhängigen Beraters, der dem Kunden im Zweifel nicht das beste Produkt, sondern das mit der üppigsten Provision verkaufen muss, kennt der Honorarberater nicht. Zu den führenden Anbietern von Honorarberatung bei Direktbanken zählen in Deutschland die Quirinbank (quirinbank.de) und Cortal Consors (cortalconsors.de).

So finden Sie den besten Anbieter unter den Direktbanken

Wie wählen Sie nun die für Sie geeignete Direktbank aus? Folgende drei Auswahlkriterien bieten Ihnen hier eine Orientierungshilfe:

  • Das Fondsangebot: Ihr Anbieter sollte einen Großteil der hierzulande angebotenen Fonds von in- wie ausländischen Gesellschaften zum Kauf anbieten.

  • Die Preispolitik: Wichtig ist eine breite Auswahl kostenreduzierter Fonds, also Fonds mit reduziertem Ausgabeaufschlag oder ganz ohne Aufschlag. Achten Sie darauf, dass sich dieses Angebot nicht nur auf die Fonds der eigenen bzw. jener Gesellschaften beschränkt, mit denen die Direktbank/der Discountbroker über seine Konzernmutter verbunden ist. Achten Sie auch darauf, welche Kosten für die Depotführung anfallen und welche Gebühren im Fall einer Depotauflösung zu zahlen wären: Schließlich könnte es ja sein, dass Sie mit Ihrem gewählten Anbieter später doch nicht zufrieden sind.

  • Der Service: Wie werden Ihre Aufträge abgewickelt? Welche laufenden Informationen stehen bereit? Gute Serviceleistungen können bestehende Kostennachteile durchaus wettmachen, so z.B. umfangreiche Tools zur Auswahl von Fonds und zum Vergleichen ihrer Wertentwicklung. Zwingende Bedingung ist jedoch, dass die verlangten Gebühren, z.B. für die Depotführung, nicht überdurchschnittlich hoch sind.

Direktbanken lassen sich oft auch den Wechsel von einem Fonds in den anderen bezahlen. Das Umschichten (Switchen) wird also wie ein herkömmlicher Kauf und Verkauf von Fondsanteilen betrachtet und berechnet. Das kann teuer werden.

Beispiel:

Sie legen heute 10.000,00 € in Fonds an, deren Wert sich in drei Jahren verdoppelt. Nun möchten Sie in einen anderen Fonds wechseln. Bei einem Ausgabeaufschlag von 3 % müssen Sie dann 600,00 € bezahlen. Würden Sie stattdessen Ihr Depot direkt bei der Investmentgesellschaft führen, fielen im Normalfall maximal 100,00 € (0,5 % von 20.000,00 €) Tauschgebühren an. Bei manchen Fondsgesellschaften wäre das Switchen sogar kostenlos. Allerdings sind Sie beim Switchen bei einer Investmentgesellschaft auf deren Fondsangebot beschränkt.

Bei aller Sparsamkeit: Kostenersparnisse beim Ausgabeaufschlag sollten Sie nicht überbewerten. Ein guter Fonds mit Ausgabeaufschlag spielt mit einer überdurchschnittlichen Wertentwicklung die Rabattdifferenz zu einem schlechten schnell wieder ein.

Ausführliche Informationen und weitere geldwerte Tipps enthält der Geltdtipps-Beitrag Kauf von Investmentfonds: Kosten senken – Rendite steigern.

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