Fondsanleger verlieren 2008 fast die Hälfte ihres Gelds

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Die Finanzkrise hat Fondsanleger im vergangenen Jahr um fast 50 Prozent ihres Anlagevermögens gebracht.

Das berichtet der Branchenverband BVI und rechnet vor: Investmentfonds, die in Aktien europäischer Unternehmen investieren, verloren 2008 im Schnitt 44,9 Prozent an Wert.

Außerdem stellte der Verband in seiner aktuellen Wertentwicklungsstatistik fest, dass Aktienfonds mit Anlageschwerpunkt Deutschland 2008 Verluste von 43,6 Prozent verzeichneten. Anleger, die Anteile von weltweit ausgerichteten Fonds im Depot hatten, verloren 40,4 Prozent ihres Anlagevermögens.

Sogar Rentenfonds, die zum Beispiel in staatliche Wertpapiere investieren und als besonders sicher gelten, verbuchten im Zuge der Finanzkrise teilweise Verluste. Bei international ausgelegten Rentenfonds verloren Anleger im Schnitt zwar „nur“ 0,4 Prozent ihres Vermögens - normalerweise verzeichnen diese Papiere jedoch im Jahr einen Wertzuwachs im einstelligen Prozentbereich. Auf Zehn-Jahressicht konnte ein Zuwachs von im Schnitt 32,2 Prozent erreicht werden. Euro-Rentenfonds erzielten auf Jahressicht ein Plus von 3,7 Prozent, nach zehn Jahren 39,8 Prozent und über 20 Jahre einen durchschnittlichen Zuwachs von 189,3 Prozent.

Allein der Blick auf die langfristige Ertragsstärke von Investmentfonds sei tröstlich gewesen, so der BVI. Im 25- bzw. 30-Jahreszeitraum legten Aktienfonds mit Anlageschwerpunkt Deutschland im Mittel um 7,4 bzw. 7,7 Prozent p.a. zu. So wurde aus einem Anlagebetrag von 10.000 Euro nach 30 Jahren ein beachtliches Vermögen von 92.441 Euro.

Offene Immobilienfonds erwirtschafteten 2008 im Schnitt eine Rendite von 4,7 Prozent. Damit, so der BVI, haben sie sich in der Finanzkrise bestens bewährt und im Vergleich zu anderen Assetklassen den Anlegern erfreuliche Renditen beschert. Aus einem Einmalbetrag von 10.000 Euro wurden nach zehn Jahren 14.710 Euro und nach 20 Jahren 27.690 Euro. Dies entspricht einer jährlichen, stabilen Rendite von im Schnitt 3,9 bzw. 5,2 Prozent.

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