Core-Satellite-Strategie: Zielsicher durch das ETF-Universum

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Eine der besten Anlagestrategien für das eigene Depot ist die Core-Satellite-Strategie. Dabei wird das gesamte Portfolio in einen Kernbereich und in verschiedene Satelliten aufgegliedert.

Breit gestreut und mit soliden Werten sorgt das Kernportfolio zuverlässig für einen langfristigen und stabilen Ertrag, während die Satelliten zusätzlich als Renditetreiber mit etwas höherem Risiko beigemischt werden.

Der Core-Satellite-Ansatz schafft damit eine Trennung zwischen dem Kern, der berechenbar die Grundrendite erwirtschaftet, und der Beimischung, die flexibel eingesetzt wird, um Überrenditen zu erzielen.

So gestalten Sie den Kernbereich Ihres Wertpapierdepots

Der Kernbereich (Core) sollte als solide Grundlage breit diversifiziert sein – mit risikoärmeren Anlageinstrumenten. Für eine robuste langfristige Aktienanlage eignen sich dabei ETFs auf marktbreite Aktienindizes wie z.B. den DAX oder den EuroStoxx50.

Im Bereich der Anleihen sollten international gestreute ETFs bevorzugt werden. Der Vorteil: Je weniger die einzelnen Positionen in den Fonds miteinander korrelieren, desto besser. Mehrere verschiedene Anlageklassen erhöhen zudem den Effekt einer optimalen Diversifikation.

Entsprechend der Lehre des Begründers der Portfoliotheorie und Nobelpreisträgers Harry M. Markowitz ist sie die Grundlage für ein effizientes Portfolio, das bei gleichen Renditechancen weniger Risiko aufweist.

Welche ETFs als Satelliten geeignet sind

Das gilt im Wesentlichen auch für die Satelliten. Das ist der Bereich Ihres Investments, der als Spielraum gedacht ist, um mit etwas risikoreicheren Anlagen höhere Renditen zu erzielen. Hier sind die Anlagen oft auch auf kürzere Zeiträume ausgelegt und weichen naturgemäß vom Risiko-Rendite-Profil des Kerninvestments ab.

Bei einigen Investments sollten Sie damit rechnen, dass sie zu einem bestimmten Zeitpunkt wieder aufgelöst werden müssen. So sollten diese Anlagen z.B. beim Erreichen der persönlichen Verlust-Schmerzgrenze, die Sie beim Portfolioaufbau festlegen, umgeschichtet werden. Das betrifft aber nur den Satellitenbereich. Denn der Core-Bereich dient als langfristiges Investment und soll zudem die Transaktionskosten reduzieren, die durch ein zu häufiges Umschichten der Positionen entstehen.

Als Beimischung würde ein Investor, der im Kernbereich Aktien Europa abgedeckt hat, beispielsweise Märkte außerhalb des alten Kontinents wählen. Denkbar ist der Boommarkt China. Mit einem Indexfonds von db x-trackers (WKN: DBX1FX) holen sich Investoren den FTSE Xinhua China 25 in den Satellitenbereich. Abgesehen von aussichtsreichen Regionen rücken für den Einsatz als Satellit auch spezielle Branchenthemen in den Fokus. Einen Renditekick könnte beispielsweise das eng gefasste Thema Wasser bringen. Unter anderen bietet iShares ein Produkt hierzu (WKN: A0MSAG). Als Benchmark dient der S&P Global Water-Index. Dies sind lediglich zwei Beispiele für ETFs in Satelliten-Funktion. Darüber hinaus sind zahlreiche weitere ETF-Produkte für den Einsatz im Kernbereich oder als Satellit denkbar – wie z.B. ETFs auf dividendenstarke Aktien, Rohstoffe oder Devisen.

Bei der Zusammenstellung eines Portfolios sollten Sie darauf achten, in nicht mehr als 10 bis 15 Wertpapiere zu investieren. So behalten Sie leichter den Überblick über Ihr Depot. In der Gewichtung sollte der Kern mit bis zu sechs verschiedenen Anlagen zwischen 70 % und 80 % des gesamten Investments ausmachen. Der Restanteil entfällt dann auf die Satelliten.

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