Axa liquidiert offenen Immobilienfonds

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Der bereits seit längerer Zeit geschlossene "offene Immobilienfonds" AXA Immoselect (Volumen: 2,5 Mrd. Euro) wird abgewickelt. Mitte November entscheidet sich der Fortbestand des DEGI International (Volumen: 1,5 Mrd. Euro). Für drei weitere Immobilienfonds schlägt die Stunde der Wahrheit im Mai 2012.

Laut Investmentgesetz muss ein Fonds, der keine Anteile mehr zurücknimmt, nach zwei Jahren wieder eröffnen oder liquidieren. Diese Frist läuft für die beiden genannten Fonds Mitte November und wenig später für drei weitere Fonds ab.

Dieser Frist hat die Fondsgesellschaft des AXA Immoselect nun vorgegriffen und hat am 19.10.2011 beschlossen, ihren offenen Immobilienfonds zu liquidieren. Sie berichtet in ihrem Quartalsbericht über neu festgesetzte Verkehrswerte für insgesamt neun Fondsimmobilien in den Niederlanden, Österreich, Frankreich, Italien und Deutschland mit einem aktuellen Verkehrswert von 577 Mio. Euro. Vor dieser Neubewertung waren diese Fondsimmobilien mit 611 Mio. Euro bewertet. Die Werte dieser Immobilien sanken also um 5,5 Prozent, was zu einer Reduzierung des Anteilspreises des Fonds um 0,71 Euro führte. Bei sechs Objekten handelt es sich um die turnusmäßige (lt. Gesetz derzeit noch zwölfmonatliche) Bewertung durch die Gutachter. Bei drei Immobilien kam es zu einer Sonderbewertung. Aus den Detailberichten zu den einzelnen Immobilien ist ersichtlich, dass die Sonderbewertungen wegen mangelnder Vermietbarkeit (hohem Leerstand) notwendig wurde.

Die Wertänderungen bei den einzelnen Objekten schwanken zwischen +0,56 Prozent und -9,9 Prozent. Negative Wertänderungen von über 9 Prozent gab es bei insgesamt vier Objekten und zwar bei dem Objekt in den Niederlanden (Hofplein Rotterdam), einem Objekt in Österreich (Salzburg SMC II) und je einem Objekt in Frankreich (Boulogne-Billancourt "Quai Ouest") und Italien (Tortona, Logistk-Park).

Per 5.10.2011 betrug der Rücknahmepreis (zu dem aktuell nichts zurückgenommen wird) 51,51 Euro. Der Börsenkurs an der Hamburger Börse lag bei 33,40 Euro. Das ist ein Abschlag von 35 Prozent. Per 31.8.2011 lag der Börsenkurs noch bei 37,50 Euro. Bei den Performance-Zahlen auf Basis der Rücknahmepreise gab es im laufenden Jahr (per 5.10.2011) ein Minus von 4,79 Prozent. Über zwölf Monate beträgt das Minus 5,76 Prozent.

Verfolgt man die Anwaltsauftritte im Internet, dann haben offenbar schon sehr viele Anleger ihre Berater wegen Falschberatung verklagt.

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