Fondssparplan: Tipps für eine erfolgreiche Strategie

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Die Fondsbranche propagiert regelmäßige Einzahlungen als erfolgreiches Rezept. Doch das führt keineswegs immer zum Erfolg.

Das Argument für regelmäßige Einzahlungen in einen Fondssparplan lautet: Wer das Geld in kleinen Portionen investiert, meidet den Einstieg zu Höchstkursen, während er in schwachen Börsenphasen deutlich günstiger einkauft (Cost-Average-Prinzip).

Cost-Average ist kein Erfolgsrezept

Doch dieses Durchschnittskostenverfahren (Cost-Average) hat nach Studien keine Auswirkungen auf den Erfolg. Zwar lassen sich sehr wohl Zeiträume finden, in denen Cost-Average besser war als die Einmalanlage. Doch es gab auch Phasen, in denen der Investor mit der Einmalanlage besser gefahren ist – vor allem in Zeiten steigender Kurse.

Ein Vergleich des Cost- Average mit dem Vollinvestment ist ohnehin nicht sinnvoll. Da die Aktienquote bei der Cost-Average-Methode anfangs niedriger ist, unterscheiden sich Chancen und Risiken beider Verfahren erheblich.

Bessere Erfolge durch breite Streuung

Für welche Strategie Sie sich letztendlich entscheiden, hängt von Ihrer Risikoneigung ab. Zwar ist gemessen am Risiko das sukzessive Einzahlen besser als die Einmalanlage. Ein Argument für den Ansparplan ist das jedoch nicht. Untersuchungen zeigen einen besseren Weg auf.

Wer zu Beginn der Sparphase 46 % in Aktien anlegt und den Rest am Geldmarkt deponiert, erzielt die gleiche Rendite wie beim monatlich zu bedienenden Ansparplan, jedoch mit geringeren Schwankungen. Daher ist auch das Cost-Average-Verfahren keine geeignete Methode, um einen größeren Betrag am Aktienmarkt zu investieren.

Stattdessen lässt sich mit einer breiten Streuung des Vermögens auf mehrere Anlageklassen, wie Aktien, Immobilien, Rohstoffe und Anleihen, das Risiko besser reduzieren.

Bei schon bestehenden Ansparplänen empfiehlt sich eine regelmäßige Überprüfung der gewählten Anlagestrategie. Ist der Anlageschwerpunkt zu speziell oder haben Sie sich für einen Fonds entschieden, der in seiner Anlagekategorie unterdurchschnittlich abgeschnitten hat, ist ein Fondswechsel überlegenswert (Ansparpläne können Sie jederzeit problemlos ändern oder auflösen).

Natürlich lässt sich aus den Ergebnissen der Vergangenheit nicht auf die Zukunft schließen. Doch ein Fondsmanagement, das in den vergangenen 10 und 15 Jahren gut gewirtschaftet hat, bietet eine deutlich höhere Wahrscheinlichkeit, auch in Zukunft besser abzuschneiden, als ein sich schwach entwickelnder Fonds.

Ein massiver Kursrückgang an den Börsen kann vor allem gegen Laufzeitende eines Aktienfondssparplans zu hohen Verlusten beim angesammelten Kapital führen. Deshalb sollten Sie beim regelmäßigen Sparen mit Aktienfonds in Ihrer Planung einen zeitlichen Puffer einbauen: Kalkulieren Sie vorsichtshalber ein, dass es sinnvoll sein kann, den Sparplan bei ungünstiger Börsenlage erst einige Jahre nach dem vorgesehenen Sparplanende aufzulösen. So behalten Sie die Chance, von einer (hoffentlich) einsetzenden Kurserholung mit Ihren Anteilen zu profitieren und müssen nicht bei Beendigung des Sparplans zu Tiefstkursen an Ihr Geld. Umgekehrt sollten Sie, wenn das Sparziel schon einige Jahre vor dem geplanten Ablauf erreicht ist, den Großteil des Sparvermögens in risikoarme Anlageformen umschichten. Weniger problematisch sind dagegen Kursrückgänge zu Beginn des Sparplans. Denn in den ersten Jahren ist weniger angespartes Kapital vorhanden, das von den Kursrückgängen betroffen ist.

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