Ansparpläne mit Investmentfonds

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Wer vor zehn Jahren einen Ansparplan auf deutsche Aktien abschloss, traf damit meist eine gute Entscheidung.

Denn nach einem Jahrzehnt liegen alle Ansparpläne auf deutsche Aktienfonds im Plus. Allerdings haben es dabei zwei Fonds nur mit Mühe und Not über die Nulllinie geschafft. Dagegen bescherten immerhin vier Spitzenfonds ihren Anlegern zweistellige Renditen pro Jahr. Das sah vor vier Jahren noch ganz anders aus.

Die Folgen der Finanzkrise hinterließ bei vielen Ansparplänen auf Aktien tiefrote Spuren. Eindeutige Gewinner damals: die Rentenfonds, die dank der Kursgewinne durch kontinuierlich fallende Zinsen viele Aktienfonds in der Wertentwicklung klar dominierten.

Doch inzwischen drehen die Aktienfonds den Spieß wieder um. Verantwortlich dafür sind einerseits die Kursgewinne der letzten Jahre an den Aktienmärkten. Andererseits stagnieren die am Rentenmarkt zu erzielenden Renditen schon seit Längerem auf niedrigstem Niveau. So haben zumindest die Ansparpläne auf Aktienfonds mit Anlageschwerpunkt Deutschland zum Großteil wieder die Oberhand bei der Wertentwicklung gewonnen. Weniger zufriedenstellend sieht die Lage bei Aktienfonds mit internationalem Schwerpunkt aus. Hier gibt es trotz der Aufholjagd der letzten Jahre immer noch zu viele Fonds mit insgesamt enttäuschenden Ergebnissen.

Ansparpläne auf passive Investmentfonds (ETFs) gewinnen an Bedeutung

Erwähnt werden sollte jedoch, dass die insgesamt guten Ergebnisse deutscher Aktienfonds nur mit großer Nervenstärke zu erzielen waren. Die kräftige Berg- und Talfahrt der Kurse in den vergangenen 10 Jahren ist nicht jedermanns Sache. Kein Wunder, dass das Geschäft mit den Ansparplänen stagniert. Eine Studie zur Altersvorsorge in Deutschland vom Institut für Demoskopie Allensbach kommt zu dem Ergebnis, dass fast jeder fünfte Berufstätige in Deutschland mit dem Abbau oder sogar der Auflösung privater Altersvorsorgemodelle auf die Folgen der Finanzkrise reagiert. Dies trifft auch Ansparpläne auf Aktienfonds.

Die nicht immer überzeugenden Ergebnisse vieler Aktienfonds sind jedoch nur ein Grund dafür, dass Fondssparpläne nicht mehr so gefragt sind. Seit Einführung der Abgeltungsteuer fällt für viele Kunden und Berater das Argument der steuerfreien Kursgewinne weg. Denn die Abgeltungsteuer unterscheidet nicht zwischen langfristigen Anlagen zum Zweck der Altersvorsorge und kurzfristiger Spekulation an der Börse. So muss auch der monatliche 50-Euro-Sparer bei seinem Ansparplan vom Wertzuwachs 25 % Abgeltungsteuer zzgl. Soli und ggf. KiSt an den Fiskus abgeben.

Zunehmend setzen die Anleger mit ihren Ansparplänen auf Exchange Traded Funds (ETFs). Diese börsentäglich gehandelten Fonds verzichten auf aktives Management und begnügen sich damit, im Fondsdepot Börsen- und Rentenindizes passiv nachzubilden.

Der geringere Aufwand für das Fondsmanagement sorgt für eine deutliche Ersparnis der Anleger bei den jährlichen Verwaltungsgebühren; teure Ausgabeaufschläge gibt es auch nicht. In Zeiten niedriger Renditen bei Aktien und Renten ist das ein immer wichtiger werdender Erfolgsfaktor bei der Vermögensanlage.

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