Internationale Immobilienanlagen: Währungsrisiko beachten

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Unabhängig davon, in welcher Form investiert wird, bei internationalen Immobilienanlagen kann die Entwicklung der Währung für das Anlageergebnis entscheidend sein.

Wer in internationale Immobilien zum Beispiel über Fonds investiert, der sollte sich die Devisenkursrisiken und -chancen genau ansehen. Aktuell müssen Anleger bei solchen Investments ohnehin mit kleinen Renditen vorlieb nehmen.

Das hat zur Folge, dass auch bei geringem Fremdwährungsanteil die Devisenkursbewegung in die falsche Richtung einen Fonds schnell in die Minuszahlen bringen kann.

Beispiel Britisches Pfund

Eine Währungsprognose zum Britischen Pfund über einen für Immobilienanlagen typischen längeren Zeitraum hinweg erscheint äußerst gewagt. In vielen international anlegenden Fonds sind jedoch britische Immobilien, zumal vom Immobilien-Super-Standort London, vertreten.

Am Beispiel des derzeit geschlossenen KanAm grundinvest Fonds und des DEKA Immobilien Europa, zwei Offenen Immobilienfonds, wird die Problematik deutlich: Der KanAm ist laut aktuellem Fact-Sheet mit 18,3 Prozent in Großbritannien engagiert. Seine aktuelle Jahresrendite liegt um die 1-Prozent-Marke.

Der DEKA-Fonds rentiert etwas besser mit etwas über 2 Prozent, der GB-Anteil beträgt auch nur 11 Prozent.

Bei den Geschlossenen Fonds ist die Situation noch gravierender einzuschätzen, weil in der Regel nur geringe bis gar keine Möglichkeiten bestehen, das Portfolio anzupassen.

Es gibt derzeit nicht viele Gründe, sein Geld in international anlegende Immobilienfonds zu investieren. Wer den Zug zum "Betongold" verspürt, sollte sich mit den bescheideneren Renditeaussichten bei Anlagen in Euro zufriedengeben, auch weil die derzeitige Verschuldungskrise in Zukunft für manche Überraschung an der Währungsfront gut ist.

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