Gold bleibt wertbeständige Krisenwährung

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Wo immer derzeit an den Finanzmärkten über die Entwicklung der kommenden Jahre diskutiert wird, stets fällt der Name eines Investments, das vielen Anlegern als Inbegriff für Sicherheit und Werterhalt gilt: Die Rede ist von Gold. Das gelbe Edelmetall ist das einzige staatenunabhängige Zahlungsmittel, das bisher noch jede Krise und jeden Staatsbankrott überlebt hat. Bis vor wenigen Jahren konnten sich viele Anleger solche Horrorszenarien allenfalls in den Schwellenländern vorstellen. Doch inzwischen hat sich die Gefahr in die westlichen Industriestaaten verlagert.

Trotz aller Bemühungen steigt die Verschuldung der westlichen Industriestaaten immer weiter. Schon jetzt ist die Summe gigantisch: 16,4 Billionen Dollar schulden die USA ihren Gläubigern. In der Eurozone sieht es nicht viel besser aus. Selbst große Euroländer wie Spanien, Italien und Frankreich stehen gefährlich tief im Schuldensumpf. Und auch beim vermeintlichen Musterschüler Deutschland ist längst nicht alles Gold, was glänzt. Viele Notenbanken fluten daher die Finanzmärkte mit neuem Geld, damit nicht das gesamte Wirtschafts- und Finanzsystem kollabiert. Der Bankrott einer großen Volkswirtschaft würde auch Banken und Börsen in den Abgrund ziehen.

Angesichts der expansiven Geldpolitik werden die Inflationssorgen immer größer. Nimmt die Menge an Geld schneller zu, als neue Güter und Dienstleistungen produziert werden, wächst die Gefahr steigender Preise, also einer hohen Inflation. Käme es dazu, würden die Menschen im Supermarkt für das gleiche Geld deutlich weniger bekommen als heute. Diesem Kaufkraftverlust des Geldes folgt häufig ein Vertrauensverlust. Laut Umfragen haben mittlerweile schon 70 % der Deutschen Angst vor einer stark ansteigenden Inflation.

Inflation führt aber nicht nur dazu, dass das Vertrauen in Papiergeld schwindet. Zusammen mit niedrigeren (nominalen) Zinsen verlieren Anleger unter dem Strich sogar: Nach Abzug der Inflationsrate und Steuern auf Kapitalerträge wird das Ersparte immer weniger wert. Gerade in Zeiten negativer realer Zinsen ist daher der Besitz von Gold besonders attraktiv. Zwar wird als Schwäche von Geld immer wieder die fehlende laufende Verzinsung genannt. Wenn jedoch nach Abzug von Inflation und Steuern das Ersparte immer weniger Wert ist, setzen Anleger lieber auf Gold, um der stillen Enteignung zu entgehen. Der Nachteil, dass Gold keine Zinsen abwirft, hat in solchen Phasen negativer Realzinsen keine Bedeutung.

Mehr als die Hälfte der Deutschen befürchten zudem eine Währungsreform. Dabei spielt es keine Rolle, ob es künftig einen neuen Euro oder wieder die alte Deutsche Mark gibt. Die Mehrheit bangt schlichtweg um ihr Erspartes. Es verwundert daher nicht, dass der Schutz vor Inflation und die Suche nach einer wertstabilen Geldanlage immer wieder als die wichtigsten Gründe genannt werden, in Gold zu investieren.

Als der Goldpreis vor wenigen Monaten seine seit Längerem anhaltende Seitwärtsbewegung nach oben hin verließ, dachten viele, dass sich der Preis für das Edelmetall nun zu neuen historischen Höchstständen aufmacht. Doch Anfang Oktober 2012 fand der steile Kursanstieg im Bereich von 1.800,00 $ vorerst ein rasches Ende. Wer davon ausgeht, dass es sich bei der aktuellen Schwäche des Goldpreises nur um eine durch Gewinnmitnahmen verursachte Korrektur handelt und dass ein Kursniveau von 1.500,00 $ bis Ende 2013 nicht unterschritten wird, kann in ein währungsgesichertes (1 $ = 1 €) DZ-Bank-Capped-Bonus-Zertifikat auf Gold investieren. Der Lohn, wenn bis zum Laufzeitende (20.12.2013) die 1.500,00 $ nicht unterschritten werden: ein Bonusertrag von insgesamt knapp 11,50 %.

Wenn der Goldpreis bis zum Laufzeitende oberhalb der Sicherheitsschwelle von 1.500,00 $ verbleibt, dann wird das Zertifikat (WKN: DZ9UZJ) mit 196,00 € zurückgezahlt. Aktuell kostet das an den Börsen in Frankfurt und Stuttgart gehandelte Papier rund 175,00 €. In diesem Fall sorgt das Zertifikat für einen Ertrag von knapp 11,50 % (= knapp 10 % pro Jahr). Wird die Sicherheitsschwelle von 1.500,00 $ berührt oder nach unten durchbrochen, dann ist die Rückzahlung vom Stand des Goldpreises am Laufzeitende abhängig. Bei einem Goldpreis von z.B. 1.365,00 $ kommen noch 136,50 € zur Auszahlung.

Die Rückzahlung lässt sich leicht nach der Formel Goldpreis am Laufzeitende dividiert durch 10 ist gleich der Rückzahlungsbetrag in Euro selbst errechnen. Da Zertifikate Schuldverschreibungen sind, ist es wichtig, einen Blick auf die Bonität des Emittenten zu werfen. Die DZ Bank selbst gilt als solide Adresse, sodass die Gefahr eines Ausfalls der Zertifikate durch Insolvenz des Emittenten als gering gilt.

Anleger mit einem höheren Sicherheitsbedürfnis setzen dagegen eher auf ein Bonus-Zertifikat mit tieferer Sicherheitsschwelle. Ein dafür geeignetes Papier ist das währungsgesicherte SG-Capped-Bonus-Zertifikat auf Gold (WKN: SG26FA) der französischen Großbank Société Générale. Die Sicherheitsschwelle liegt bei 1.300,00 $; Laufzeitende ist der 20.12.2013. Aktuell kostet das ebenfalls an den Börsen in Frankfurt und Stuttgart gehandelte Papier rund 186,00 €. Unter der Voraussetzung, dass der Goldpreis bis zur Endfälligkeit niemals auf oder unter 1.300,00 € fällt, wird das Zertifikat mit 200,00 € zurückbezahlt. In diesem Fall erzielt der Anleger einen Gesamtertrag von 5,26 % (Jahresrendite von 4,60 %).

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