Dollar-Hoch: Das sollten Sie bei der Geldanlage in Fremdwährungen beachten

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Auf der Suche nach höheren Zinsen fürs Ersparte wirft so mancher Bundesbürger einen Blick auf andere Länder und Währungen.

Während in Deutschland Bundesanleihen mit zehnjähriger Laufzeit aktuell nur 0,8 Prozent Rendite pro Jahr abwerfen (Euro), gibt es in fremden Währungen oft deutlich mehr. Zehnjährige Staatsanleihen der USA zum Beispiel rentieren sich derzeit mit etwa 2,3 Prozent (US-Dollar), entsprechende Papiere Australiens mit gut drei Prozent (Australische Dollar) und südafrikanische sogar mit über sieben Prozent (Rand).

Doch Achtung: Neben dem grundsätzlich bestehenden Emittentenrisiko (Verlustrisiko bei möglicher Zahlungsunfähigkeit des Schuldners) muss der Anleger bei Anleihen in fremden Währungen das Wechselkursrisiko berücksichtigen. Fällt der Wechselkurs der fremden Währung, erhält der Anleger am Ende einen geringeren Betrag in Euro zurück, als er ursprünglich eingesetzt hat. Steigt dagegen die Fremdwährung, können Anleger zusätzlich zur regulären Verzinsung Wechselkursgewinne verbuchen.

So hat beispielsweise in diesem Jahr der Kurs des US-Dollars gegenüber dem Euro bislang um rund zehn Prozent zugelegt, der australische Dollar um etwa sieben Prozent und der Rand immerhin um etwa drei Prozent (Stand: 7.11.2014). Allerdings können sich Währungstrends auch schnell umkehren. Da die Kursentwicklung von Währungen unberechenbar ist, bleibt bei Anlagen in fremden Währungen immer auch ein spekulatives Element.

Dennoch können Fremdwährungsanlagen – neben Anleihen auch Aktien – zur Ergänzung und Risikostreuung im Depot sinnvoll sein. Anleger müssen dafür aber das nötige Risikoverständnis mitbringen und bereit sein, Wechselkursschwankungen hinzunehmen. Der Schwerpunkt der Anlagen sollte jedoch im Regelfall in der Heimatwährung sein, mit der auch tagtäglich bezahlt wird.

Quelle: Bankenverband

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