Hochzinsanleihen: Gute Nerven sind gefragt

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Während aktuell Unternehmensanleihen mit Spitzenratings in der Regel nur einen geringen Renditevorsprung vor staatlichen Zinstiteln erzielen, sind aus Anlegersicht Unternehmensanleihen von Unternehmen mit schlechten Bewertungen deutlich attraktiver.

Zur Kategorie dieser Hochzinsanleihen (Junk Bonds oder auch High-Yield-Bonds) zählen alle Anleihen, die von den US-amerikanischen Rating-Agenturen Standard&Poor's oder Moody's maximal die Note BB plus bzw. Ba1 oder schlechter erhalten.

Für den Kauf von Junk Bonds gibt es einige wichtige Anlagegrundsätze:

  • Kluge Anleger stecken nur den Teil an Geld in diese Ramschanleihen, den sie nicht in absehbarer Zeit benötigen. Denn diese Anleihen weisen oft erhebliche Kursschwankungen auf, sodass die Gefahr besteht, zur Unzeit verkaufen zu müssen. Als idealer Anlagezeitraum für Junk Bonds gelten drei bis fünf Jahre.

  • Investieren Sie nicht Ihr gesamtes Kapital in eine einzige Anleihe. Schließlich sind die verführerisch hohen Zinskupons nur die Kehrseite der hohen Risiken dieser Papiere. Eine breite Risikostreuung von etwa zehn bis zwölf verschiedenen Titeln in einem Anleihedepot ist bei hochverzinslichen Unternehmensanleihen noch wichtiger als bei normalen Unternehmensanleihen. Je breiter die Risikostreuung, desto weniger fällt der Verlust einer einzelnen Anleihe ins Gewicht. Setzen Sie deshalb beim Kauf hochverzinslicher Anleihen auf Unternehmen verschiedener Regionen, Branchen und Rating-Stufen.

  • Wie beim Aktienmarkt gelingt es selbst ausgefuchsten Renditejägern auch mit Hochzinsanleihen nicht, den absoluten Tiefpunkt der Kurse beim Kauf zu treffen. Deshalb gilt: Wer bei Hochzinsanleihen antizyklisch handelt, fährt auf Dauer am besten. Das heißt: Junk Bonds sollten Sie erst dann kaufen, wenn der Großteil der Investoren den Mut verliert und diese Papiere – egal zu welchem Preis – nur noch verkaufen möchte.

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