Besicherung von Unternehmensanleihen

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Bei Unternehmensanleihen verlässt sich der Anleihekäufer auf die gegenwärtige und zukünftige Ertragskraft des Unternehmens.

Darüber hinaus treffen Sie bei den meisten Emissionen von Unternehmensanleihen aber eine oder mehrere der folgenden Sicherungsvereinbarungen an.

Vereinbarung einer Negativklausel

Mit der Negativklausel kann der Emittent vereinbaren, dass

  • künftig begebene Emissionen höchstens gleichrangig besichert werden,

  • die Emissionen weiterer Anleihen nur mit Zustimmung eines Treuhänders der bisherigen Anleihegläubiger erfolgt,

  • die Veräußerung wesentlicher Bestandteile des Firmenvermögens nur mit Zustimmung des Treuhänders erfolgen darf,

  • im Falle der Besicherung weiterer Anleihen oder Kredite die bereits begebene Anleihe mit einer gleichwertigen Sicherheit unterlegt wird.

Vereinbarung einer Gesamthaftungsverpflichtung

Mit einer derartigen Vereinbarung stellt der Anleiheschuldner sein gesamtes bewegliches und unbewegliches Vermögen als Sicherheit zur Verfügung.

Eintragung einer Gesamtsicherungshypothek oder einer Gesamtgrundschuld

Diese Besicherung wird im Grundbuch zugunsten der Emissionsbank eingetragen, die als Treuhänderin für die Interessen der Anleihegläubiger fungiert. Eine Besonderheit sind sog. Nachranganleihen, die Unternehmen in beschränktem Rahmen zur Erhöhung ihres haftenden Eigenkapitals ausgeben dürfen. Bei diesen Papieren muss der Anleger im Falle einer Insolvenz anderen Gläubigern den Vortritt lassen. Nach dem Kreditwesengesetz können solche nachrangigen Verbindlichkeiten im Falle einer Insolvenz oder Liquidation des Kreditinstituts erst nach Befriedigung aller nicht nachrangigen Gläubiger beglichen werden.

Wegen ihres höheren Risikos weisen Nachranganleihen einen Zinsspread gegenüber normalen Anleihen auf. Wenn dieser Zinsspread marktgerecht (nicht zu niedrig) und der Anleiheschuldner ein solides Unternehmen ist, können deshalb nachrangige Anleihen eine interessante Depotbeimischung sein. Ein genauer Vergleich mit Bundesanleihen ist aber unverzichtbar: Gerade bei Schuldnern z.B. aus dem Bankenbereich ist der Spread der Inhaberschuldverschreibungen gegenüber Bundesanleihen manchmal unangemessen niedrig. Käufe und Verkäufe sollten Sie außerdem immer streng limitieren.

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