Was steckt hinter dem Altersvorsorgekonto der Postbank?

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Grundlage dieses Ansparplans sind ein Renten- und ein Aktienzertifikat. Durch den Anleihe-Teil der Anlage soll sichergestellt sein, dass der Kunde am Laufzeitende mindestens sein eingezahltes Kapital wieder erhält. Der andere Teil, der in ein Aktienzertifikat auf den Euro Stoxx 50 fließt, soll eine möglichst hohe Rendite bringen. Beim Altersvorsorgekonto können sieben verschiedene Laufzeiten – in Fünf-Jahres-Schritten von 2010 bis 2040 – gewählt werden. Die monatlichen Sparraten (mindestens 50 Euro) können jederzeit erhöht, reduziert oder ganz ausgesetzt werden. Wer dringend Geld braucht, kann in einem gewissen Umfang auf die bisher angesammelten Ersparnisse zugreifen. Zusätzlich im Angebot ist eine Versicherung für den Todesfall. Diese zahlt den Hinterbliebenen die Differenz zwischen dem Depotbestand und dem vom Kontoinhaber definierten Sparziel von bis zu 50.000 Euro.

Was sich in der Theorie gut anhört, hat in der Praxis jedoch oft seine Mängel. So auch das Altersvorsorgekonto der Postbank. Die Kapitalgarantie gilt nur zum Fälligkeitstermin am Ende der Laufzeit. Wer vorher seine Ersparnisse braucht, muss damit rechnen, dass der Wert der Zertifikate auch deutlich unter dem Kaufpreis liegen kann. Zudem fallen beim vorzeitigen Verkauf Gebühren von 0,5 Prozent an. Während diese Punkte noch tolerierbar sind, verderben die ansonsten anfallenden Gebühren die Laune auf das Sparen für eine sorgenfreie Altersvorsorge. Denn neben einer jährlichen Verwaltungsvergütung von 1,55 Prozent zahlt der Kunde mit jeder Sparrate vier Prozent Ausgabeaufschlag. Erst kurz vor Fälligkeit reduziert sich dieser Satz auf bis zu zwei Prozent.

Fazit: Leider bietet die Postbank mit Ihrem Altersvorsorgekonto gut informierten Kunden keine Lösung für das immer drängendere Problem der eigenen sicheren Altersvorsorge. Einzig bequeme Anleger werden an dem Produkt Gefallen finden. Doch diese zahlen für ihre Bequemlichkeit mit den teuren Gebühren einen hohen Preis. Kundigere Anleger erhalten die gebotenen Leistungen durch den Kauf von Einzelbausteinen, wie sie z. B. immer wieder in den Geldtipps vorgestellt werden, günstiger.

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