Vermögensbildungs-Zertifikate: Besonders für Sparer von Anlageplänen auf Zertifikate interessant

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Zunehmend beliebter in den letzten Jahren wurden beim Anleger Ansparpläne auf Zertifikate. Diese Sparpläne können problemlos über Direktbanken im Internet wie z. B. Comdirect abgeschlossen werden. Gleichzeitig mit der wachsenden Nachfrage wuchs auch die Anzahl der Zertifikate, die im Rahmen eines Ansparplans bespart werden können. Doch ein Grundübel blieb: Um eine vernünftige Risikostreuung („Diversifikation“) bei ihrer Anlage zu erzielen, mussten die Anleger ihre Sparraten auf mehrere Zertifikate aufteilen. Nur so konnten verschiedene Anlageklassen, wie z. B. Renten, Aktien und Rohstoffe, im Anspardepot berücksichtigt werden.

Die sinnvolle Risikostreuung scheiterte allerdings allzu oft am zu schmalen Geldbeutel der Sparer. Denn um alle drei Anlageklassen mit einem Zertifikate-Ansparplan abzudecken, müssen mindestens 150 Euro monatlich aufgewandt werden. Dafür sorgen die monatlichen Mindestsparraten von 50 Euro pro Zertifikat, die die Anbieter von Ansparplänen auf Zertifikaten pro Papier verlangen. Doch selbst wer monatlich die 150 Euro aufbringen konnte und je 50 Euro auf alle drei Anlageklassen verteilte, hatte alles andere als eine perfekte Risikostreuung erreicht. Rohstoffe zu einem Drittel im Depot waren übergewichtet. Und vor allem für junge Sparer war der Anteil von einem Drittel Aktien viel zu niedrig gewählt.

Goldman Sachs hat nun sogenannte Vermögensbildungs-Zertifikate auf den Markt gebracht, mit denen Anleger die drei Anlageklassen Aktien, Anleihen und Rohstoffe in einem Papier abdecken können. Doch die Innovation geht noch weiter: Die Vermögensbildungszertifikate werden in drei unterschiedlichen Risikoprofilen angeboten.

Die Funktionsweise der Vermögensbildungs-Zertifikate ist vergleichsweise einfach und transparent: Steigen die Preise der zugrunde liegenden Basiswerte beispielsweise um 10 %, so legt auch das Vermögensbildungs-Zertifikat um 10 Prozent zu. Umgekehrt führen Kursrückgänge der Basiswerte des zugrunde liegenden Korbs auch zu einem Wertverlust in gleicher Höhe.

Die Vermögensbildungs-Zertifikate sind mit unbegrenzten Laufzeiten ausgestattet. Das qualifiziert sie für den Einsatz bei langfristigen Ansparplänen, um nach und nach, mit geringen Monatsraten, ein kleines Vermögen aufzubauen. Auch für die Einmalanlage einer größeren Summe sind die Zertifikate bestens geeignet. Mit dem Kauf beteiligt sich der Investor quasi an einer standardisierten Vermögensverwaltung analog den Angeboten einiger Banken. Diese halten für ihre Kunden auch nach verschiedenen Risikostufen gewichtete Depots bereit.

Diese Depots sind jedoch bei weitem nicht so transparent wie die Vermögensbildungs-Zertifikate von Goldman Sachs. Am Kurs der Zertifikate können Sie tagtäglich erkennen, wie viel ihre angelegten Gelder wert sind. Dagegen informieren die Banken bei der standardisierten Vermögensverwaltung ihre Kunden meist nur zweimal im Jahr über den Depotwert.

An Kosten berechnet Goldman Sachs für seine Zertifikate eine jährliche Managementgebühr in Höhe von 1,10 % im Jahr. Weitere Verwaltungsgebühren fallen nicht an. Wer die Zertifikate über eine Einmalanlage kaufen möchte und nicht im Rahmen eines Ansparplans: Die Zertifikate werden börsentäglich an den Börsen in Frankfurt und Stuttgart gehandelt. Beim Kauf fällt ein „Spread“ (Differenz zwischen An- und Verkaufskurs) von 0,75 % an. Hinzu kommen noch die üblichen Gebühren beim Aktienkauf, die Ihnen Ihre Bank in Rechnung stellt.

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