Neue Zertifikate überschwemmen den Markt: Eine vernünftige Auswahl wird für den Anleger immer schwerer

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Kein Tag vergeht ohne die Ausgabe neuer Zertifikate. Die Kreativität der Emittenten bei der Namensgebung für die Neulinge scheint grenzenlos zu sein. Achten Sie auf das Konzept und die Gebühren.

Beispiele gefällig? Ein DAX-Garantie-Zertifikat heißt „Ikarus Garant Anleihe“, was offensichtlich einen Schutz vor dem Absturz für den Griechen Ikarus symbolisieren soll, der laut einer Sage mit seinen Flügeln der Sonne zu nahe kam und abstürzte. „Zanonia“ (südostasiatische Kletterpflanze) nennt ein anderer Emittent sein Express-Zertifikat, „Doppelspiegel“ heißt das gleiche Produkt bei der Konkurrenz.

Der Grund für die immer noch steigende Zahl neuer Namensgebungen liegt auf der Hand. Die Produkte werden immer komplexer. Weil in ein prinzipiell einfach zu verstehendes Zertifikat eine zusätzliche Schwelle eingebaut, eine Zinszahlung hinzugefügt oder der Rückzahlungsmodus geändert wird, muss ein neuer vermarktbarer Name her. Deswegen gibt es so viele „relax“- oder „easy“-Produkte. Doch die genannten Beispiele sind letztlich reines Fachchinesisch – unverständlich für den Anleger, den eigentlichen Adressaten der flotten Namensgebungen.

Geldtipp

Viel entscheidender als wohlklingende Namen für Zertifikate sind jedoch Zertifikate auf vernünftige Anlagekonzepte und eine überschaubare Gebührenbelastung.

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