Mit Gold und Silber auf der Suche nach Sicherheit

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Seit Jahren erleben die beiden Edelmetalle Silber und Gold einen beispielslosen Aufwärtstrend. So notierte Gold vor rund zehn Jahren bei 255 US-Dollar pro Feinunze und Silber bei 4,75 US-Dollar.  Heute kostet die gleiche Menge mehr als fünfmal so viel.

Allerdings gab es während dieser Zeit auch immer wieder kräftige Preiskorrekturen. So fiel z. B. Gold 2008 innerhalb eines halben Jahres von März bis Oktober von 1003.50 USD auf 712,50 USD und Silber von 20,43 USD auf 8,88 USD pro Feinunze. Das zeigt, dass Edelmetalle, insbesondere Silber, das auch in starkem Maße in der Industrie für Beschichtungen, Batterien oder elektrische Bauteile genutzt wird und damit weit konjunkturabhängiger ist, hohen Wertschwankungen unterliegt.

Doch seit Oktober 2008 kennt sowohl der Gold- als auch der Silberpreis, abgesehen von kleineren Kursrückschlägen, nur eine Richtung, und die geht nach oben. Gold konnte den Preis seither nahezu verdoppeln, Silber sogar fast verdreifachen. Und geht es nach der Mehrheit der Goldexperten, ist die Edelmetall-Rallye noch lange nicht zu Ende. Bisher hat es sich immer ausgezahlt Kursrückschläge bei den beiden Edelmetallen zum Einstieg zu nutzen.

Gold gilt nach wie vor als sicherer Hafen für die Anleger. Und solange die lockere Geldpolitik der amerikanischen Notenbank und der weltweite Abwertungswettlauf der Währungen weiter geht, dürfte die Rallye weitergehen. Zwischenzeitliche Kursrückschläge müssen natürlich immer einkalkuliert werden. Als weiterer Treibsatz für steigende Kurse erweist sich, dass Zentralbanken seit dem 2. Halbjahr 2009 immer mehr von der Netto-Verkäuferseite der Vergangenheit zur Netto-Käuferseite wechseln. So kaufte beispielsweise die indische Notenbank 200 Tonnen des Edelmetalls, Sri Lanka zehn Tonnen und Mauritius zwei Tonnen. Und erst kürzlich veröffentlichte das World Gold Council (WGC) eine Studie, wonach Thailand seit Juni dieses Jahres 15,5 Tonnen Gold gekauft hat, die Philippinen 11,2 Tonnen und Tadschikistan eine Tonne Gold. Zu den Käufern gehörte aber auch Russland und China.

„Silber folgt Gold“, so lautet eine alte Börsenweisheit. Allerdings stimmte dies in den vergangenen Jahren nur bedingt. Galt bis in die 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts stets die Gold-Silber-Ratio von 15 bis 16, so beträgt diese derzeit rund 56. Eine Wiederannäherung an diese Ratio würde bei dem jetzigen Goldpreis einen Silberkurs von 82,80 US Dollar bedeuten.

Übrigens: der Höchstpreis beim Silber seit 30 Jahren von über 26 US-Dollar pro Feinunze macht auch vor dem Bundesfinanzministerium nicht halt. So zog dieses die Notbremse und brachte die beiden Gedenkmünzen „175 Jahre deutsche Eisenbahn“ und „Ski-WM 2011“ mit vorgezogenem Termin heraus. Und dies wird die vorläufig letzte mit einem reinen Materialwert von 16,65 Gramm Silber sein. Der wird im kommenden Jahr dann auf zehn Gramm reduziert. Der Grund: Allein der reine Materialwert des Silbers liegt derzeit bei 8,97 EUR. Hinzu kommt der Preis für den Kupferkern und die Prägungskosten – also derzeit ein Minusgeschäft für den Bund.

Mit Discount-Zertifikaten von steigenden Goldpreisen profitieren

Wer bei den optisch hohen Kursen für das Gold zögert einzusteigen, für den bieten sich risikoreduzierte Engagements mit Sicherheitspuffer an. Dazu gehören z. B. Discount-Zertifikate auf den Goldpreis. Mit Discount-Zertifikaten wird ein Basiswert (Aktie oder Index) mit einem Rabatt (Abschlag) erworben. Dieser Abschlag bildet das Sicherheitspolster gegen Kursverluste. Der Preisvorteil resultiert resultiert daraus, dass die Gewinnchancen dieser Zertifikate nach oben hin durch einen festgelegten Höchstbetrag (Cap) begrenzt sind.

Bei den Discount-Zertifikaten entscheidet einzig und allein die Höhe des Caps,

  • ob Sie von einem starken Kursanstieg profitieren möchten,
  • ob Sie eher bei seitwärts tendierenden Kursen des Basiswertes oder
  • sogar bei einem deutlichen Kursrückgang des Basiswertes eine positive Rendite erwirtschaften wollen.

Die nachfolgend präsentierten Discount-Zertifikate auf den Goldpreis zeigen Ihnen, welche Papiere zur Umsetzung konkreter Markterwartungen geeignet sind.

Konservative Variante: Wer davon ausgeht, dass sich der Goldpreis im Verlauf des nächsten Jahres eher schwächer entwickeln wird und sich nicht dem Euro/US Dollar-Wechselkursrisiko aussetzen möchte, könnte das währungsgesicherte DZ Bank-Discount-Zertifikat (WKN: DZ2KRT) auf Gold mit Cap bei 1.150 US-Dollar einsetzen. Aktuell kostet das Papier (Laufzeit bis 18.11.11)  112,21 Euro. Das Zertifikat wird in einem Jahr zu  115 Euro zurückgezahlt, wenn der Goldpreis am 18.11.11 auf oder oberhalb des Caps von 1.150 US-Dollar notiert. In diesem Fall erzielt der Anleger eine jährliche Rendite von 2,40 Prozent.

Neutrale Variante: Anleger, die von einem nahezu gleich bleibenden Goldpreis ausgehen, greifen zu dem ebenfalls währungsgesicherten RBS-Discount-Zertifikat (WKN: AA2UY8) Cap bei 1.350 US Dollar, Laufzeit bis 20.12.11. Aktuell kostet das Papier  123,17. Liegt der Goldpreis am 20.12.11 auf oder oberhalb des Caps von 1350 US-Dollar, dann wird das Zertifikat mit  135 Euro getilgt. In diesem Fall erzielt der Anleger eine jährliche Rendite von 8,67 Prozent.

Offensive Variante: Wer hingegen einen starken Goldpreisanstieg mit einem Discount-Zertifikat optimieren möchte, könnte für sein Investment das ebenfalls währungsgesicherte Commerzbank-Zertifikat (WKN: CZ23WV) mit Cap bei 1.500 US Dollar (Laufzeit bis 28.12.11), in Erwägung ziehen. Mit diesem Zertifikat partizipieren Anleger bis zum Cap von 1.500 US Dollar am Anstieg des Goldpreises. Aktuell kostet das Papier  129,45. Liegt der Goldpreis am 28.12.11 auf oder oberhalb des Caps von 1500 US-Dollar, dann wird das Zertifikat mit 150 Euro zurückgezahlt. In diesem Fall erzielt der Anleger eine jährliche Rendite von 14,13 Prozent.

Wie diese Beispiele zeigen, spricht das große Angebot an Discount-Zertifikaten auf den Goldpreis Anleger mit den unterschiedlichsten Markterwartungen an. Wegen des riesigen Angebots lassen sich die Parameter Risiko und Chance wie auf einem Schieberegler genau nach Risikofreude des Anlegers einstellen.

Mit Bonus-Zertifikaten auf anziehende Silbernotierungen setzen

Am stärksten stieg zuletzt nicht Gold, sondern Silber. Eine nicht unerhebliche Rolle dürfte dabei spielen, dass Gold inzwischen vielen Privatanlegern zu teuer geworden ist. Sie weichen daher auf das erschwinglichere Silber aus, das Gold des kleinen Mannes. Nach dem starken Kursanstieg der letzten Wochen auf über 26 US Dollar je Feinunze scheint Silber kurzfristig überkauft. Eine stärkere Korrektur droht, die wegen des engen Marktes auch heftiger ausfallen kann.

Für dieses Szenario sind Anleger mit einem Capped-Bonus-Zertifikat mit hohem Risikopuffer emittiert von der DZ-Bank (WKN: DZ2LF9) gut vorbereitet. Sinkt die Feinunze Silber bis zur Fälligkeit am 18.11.2011 nie auf 16 US-Dollar oder tiefer, dann erhalten Sie den CAP in Höhe von  26,50 ausbezahlt. Bei einem Kaufpreis des Zertifikats von aktuell  24,38 Euro entspricht das einer attraktiven  jährlichen Rendite von 8,34 Prozent. Hinzu kommt ein großzügig bemessener Sicherheitspuffer gegen Kursrückschläge von immerhin 38,70 Prozent. Damit die Silbergewinne nicht durch den Rückgang des amerikanischen Dollars aufgezehrt werden, ist das Papier währungsgesichert. Das Papier wird börsentäglich an den Börsen in Frankfurt und Stuttgart gehandelt und kann jederzeit ge- und verkauft werden.

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