Exchange Traded Notes: Mit diesem neuen Anlageform schlagen Sie den Dax immer – garantiert!

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Extra-Rendite ohne Risko! Wo gibt es denn sowas? Bei einigen Emittenten, die auf einen Teil der Gebühren an die Anleger zurück zahlen.

Die Auswirkungen der Schuldenkrise in Europa sorgen an den Aktienmärkten immer wieder für heftige Unruhe und auch Kursrückschläge. Was investierte Anleger ärgert, sorgt bei den vielen noch nicht am Markt engagierten Investoren für gute Stimmung. Schließlich boten solche Korrekturphasen in letzter Zeit eigentlich immer eine gute Einstiegschance.

Wer nach einem Kursrückschlag einsteigen will, steht wie immer vor der Frage, welche Produkte am meisten Sinn machen. Selbst wer sich dabei bereits auf ein passives Investment (also die reine Abbildung eines Index anstelle eines aktiv gemanagten Fonds) festgelegt hat, ist bei der Entscheidungsfindung noch längst nicht am Ende angelangt.

Während bei indexorientierten Anlagen bislang vor allem zwischen Exchange Traded Funds (ETF) und Zertifikat gewählt werden musste, kommt mit den jetzt aufgelegten Exchange Traded Notes (ETN) auf den Dax eine weitere Alternative hinzu. Und die braucht sich vor der Konkurrenz wahrlich nicht zu verstecken.

Der DAX-Index-Plus-ETN von der West LB

Die zusammen mit den Exchange Traded Commodities (ETC) zur Gruppe der Exchange Traded Products (ETP) gehörenden Exchange Traded Notes (ETN) sind der neue Renner an den Finanzmärkten. Die Deutsche Börse hat für diese Produktgruppe ein eigenes Segment ins Leben gerufen.

All diese ETPs haben gemeinsam, dass sie an der Börse gehandelt werden und sog. "Market Maker" An- und Verkaufspreise für diese Produkte stellen. Der Handel ist damit fairer und transparenter als etwa bei Zertifikaten, bei denen nur der Emittent verbindliche Kurse stellt.

Der von der West LB herausgegebene "DAX Index Plus ETN" (WKN: ETN1WL) bildet zuerst einmal ganz normal die Wertentwicklung des Index (im Verhältnis 1:100) ab. Da die Dividenden der im DAX enthaltenen Unternehmen automatisch in den Index einfließen, werden Anleger auch daran voll beteiligt.

Laufende Gebühren für das Papier fallen nicht an. Der Spread (Differenz zwischen Kauf– und Verkaufskurs) ist mit aktuell drei Cent (bezogen auf einen Preis von derzeit rund 60,– Euro) relativ gering. Zum Vergleich: Ein Endlos-Index-Zertifikat der WestLB auf den DAX wird derzeit mit einem Spread von 25 Cent gehandelt.

Was die neue ETN von den bisherigen Produkten aber entscheidend abhebt, ist die "Index Plus Rate" in Form eines 0,2-prozentigen Renditeaufschlags pro Jahr. Bezogen auf den alle drei Monate neu fixierten DAX-Stand wird dieser Aufschlag täglich im Kurs der ETN verrechnet, sodass Anleger auf Dauer eine kleine, aber garantierte Outperformance gegenüber dem Dax und damit auch normalen Dax- Zertifikaten oder DAX-ETFs erzielen.

Einen Haken gibt es dabei nicht. Der 0,2-Prozent- Jahresaufschlag ist im Verkaufsprospekt des Emittenten festgeschrieben und kann daher auch nicht verändert werden. Möglich wird das, weil die WestLB ihren sogenannten Credit Spread zum Teil an die Anleger weitergibt. Dabei handelt es sich um eine Art Versicherungsprämie für das Risiko eines Emittentenausfalls. Je höher das Risiko einer Pleite, desto größer der Credit Spread. Allerdings hängt die Höhe der Index-Plus-Rate nicht von der Entwicklung dieser Risikoprämie ab, sondern ist festgeschrieben.

Das Einzige, was bei signifikanten Änderungen der Bonitätseinschätzung passieren kann, ist eine Kündigung des eigentlich endlos laufenden Papiers durch die WestLB. Das ist allerdings frühestens nach fünf Jahren möglich. Vor diesem Hintergrund ist die DAX-ETN zumindest momentan wohl die attraktivste Variante, um als indexorientierter Anleger einfach in den DAX zu investieren.

Schließlich bietet das Papier bei sonst gleichen Bedingungen einen garantierten Renditeaufschlag zu klassischen Alternativanlagen auf den DAX. Nicht ausgeschlossen ist, dass demnächst auch andere Emittenten diese Idee aufgreifen und ähnliche Produkte (mit vielleicht noch attraktiveren Konditionen) auf den Markt bringen.

Rechtlich sind Exchange Traded Notes den Zertifikaten gleichgestellt

Rein rechtlich sind ETN allerdings – anders als die als Sondervermögen geltenden ETF – Schuldverschreibungen des Emittenten. Also genau wie ein Zertifikat, mit den entsprechenden Ausfallrisiken bei einer Pleite des Emittenten. Bei der WestLB ist das eingesetzte Kapital allerdings zusätzlich dadurch gesichert, dass die Landesbank in das Sicherungssystem der Sparkassen-Finanzgruppe eingebunden ist, welche die Zahlungsfähigkeit aller angeschlossenen Institute garantiert.

 

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