Dividendenstarke Aktien: Sinnvolle Alternative zu Anleihen aus der Eurozone

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Traditionell gelten dividendenstarke Titel als defensive Anlage. In mageren Börsenjahren behaupten sie sich gut und verlieren, verglichen mit schwankungsfreudigen Wachstumswerten, weniger. Darüber hinaus zeigen Studien, dass in Aufschwungphasen defensive Titel durchaus Kursanstiege mitmachen und kaum hinter den Wachstumswerten zurückbleiben. Anleger erwerben sich somit über dividendenstarke Aktien eine gewisse Absicherung gegenüber unruhigen Zeiten am Aktienmarkt.

Die Höhe der Dividendenrendite ist eines der wichtigsten fundamentalen Kriterien bei der Bewertung von Aktien. Unternehmen, die hohe Dividenden ausschütten, zeigen, dass sie über eine gesunde finanzielle Solidität und eine starke Substanz verfügen. Studien zufolge sind die gezahlten Dividenden längerfristig für rund zwei Drittel des gesamten Ertrags eines Aktienportfolios verantwortlich. Diese Ergebnisse beziehen sich zwar auf den US-Markt, lassen sich aber auch auf andere große Aktienmärkte übertragen.

Aktienkurse schwanken zwar ständig und verschrecken damit viele sicherheitsbewusste Anleger, die lieber auf den Kauf festverzinslicher Wertpapiere wie z.B. Staatsanleihen setzen. Aber die meisten Staatsanleihen aus der Euro-Zone sind inzwischen kein sicherer Hafen mehr. Immer öfters stellen sich sicherheitsbewusste Investoren die Frage, ob sie mit ihrem Geld bei einem global aufgestellten Konzern nicht besser aufgehoben sind als bei disziplinlosen Schuldenstaaten. Selbst die öffentliche Hand in Deutschland hat in der Vergangenheit Schulden angehäuft, die mehr als 80 % der jährlichen Wirtschaftsleistung entsprechen. Hinzu kommen noch die eingegangenen milliardenschweren Bürgschaften für die angeschlagenen Länder in der EU.

Eine vielversprechende Alternative zum Direktkauf einzelner dividendenstarker Aktien bietet das Tracker-Zertifikat der Commerzbank (WKN: CZ34QZ). Als Basiswert dient ein eigens von der Bank als Performance-Index konzipierter Dividenden-Strategie-Index. Dieser beinhaltet ausschließlich ausgewählte Aktien großer europäischer Unternehmen aus dem EuroStoxx50, Europas führendem Börsenindex. Der selbst kreierte Performanceindex setzt sich aus mindestens fünf Aktien aus dem EuroStoxx50 zusammen. Die Kandidaten dafür werden mithilfe eines mehrstufigen Auswahlverfahrens selektiert:

  • Die Aktien stammen aus dem EuroStoxx50.

  • Die erwarteten Dividenden der Aktien sollten möglichst oberhalb des aktuellen Zinsniveaus, beispielsweise für deutsche Staatsanleihen, liegen.

  • Die Aktien weisen anhand der technischen Analyse ein attraktives Gesamtbild auf. Die Technische Analyse verfolgt das Ziel, aus der historischen Kursentwicklung die zukünftige Wertentwicklung zu prognostizieren.

  • Es wird eine Diversifikation hinsichtlich Sektor und Land angestrebt.

Die Zusammensetzung und Gewichtung des Index wird einmal jährlich überprüft und ggf. angepasst. Bei der jährlichen Überprüfung des Index wird für jede Aktie ein Sicherungsstopp festgelegt. Erreicht eine im Index enthaltene Aktie ihren Sicherungsstopp, wird diese aus dem Index entnommen, um die Risiken zu reduzieren. Der Verkaufserlös wird bis zur nächsten regulären Indexanpassung in den EONIA ETF von ComStage (Commerzbank) investiert und verzinst.

Aktuell setzt sich der Index aus Aktien der Allianz, Daimler, ENI (italienisches Energieunternehmen), Schneider Electric (französischer Elektronikkonzern) und der niederländisch-britischen Unilever (einer der weltweit führenden Verbrauchsgüterhersteller) zusammen. Angaben zur jeweiligen Indexzusammensetzung sowie zu den Stopps finden Sie im Internet unter zertifikate.commerzbank.de.

Seit seiner Emission Anfang 2012 hat sich das Papier deutlich besser als der EuroStoxx50 entwickelt. Die Qualitäten des Tracker-Zertifikates blieben den Anlegern nicht verborgen. Es errang im vergangenen Jahr im Rahmen der deutschen Zertifikate-Awards mit einem stolzen Ergebnis den ersten Platz in der Publikumswahl. Das Papier wird an den Börsen in Frankfurt und Stuttgart börsentäglich gehandelt und kostet derzeit rund 140,00 €. Die dem Zertifikat zufließenden Dividenden werden nicht an den Anleger ausgeschüttet, sondern dem Papier zugeschlagen und erhöhen so dessen Kurswert. Als Verwaltungsvergütung berechnet die Commerzbank eine jährlich anfallende Gebühr von 1 %.

Quelle: "Der GeldBerater", Dezember 2013

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