Dividenden-Zertifikate: Mit den richtigen Papieren von den Rekorddividenden profitieren

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Gute Zeiten für Aktionäre: In den letzten Monaten konnten sie sich über ständig neue Höchststände erfreuen. Nun ergießt sich mit dem Beginn des Frühlings ein wahrer Geldregen über die Aktionäre. Der Grund: In den Monaten April und Mai halten die meisten Aktiengesellschaften ihre Hauptversammlungen ab, auf denen die Anteilseigner über die Höhe der auszuschüttenden Dividenden entscheiden.

Die diesen Frühjahr erwartete Höhe der Dividenden ist rekordverdächtig. So werden allein die 30 im DAX enthaltenen Unternehmen ihre Dividendenzahlungen im Vergleich zum Vorjahr um 5 Milliarden Euro auf mehr als 26 Milliarden Euro erhöhen.

Angesichts solcher Summen ist es verständlich, dass sich auch Zertifikate-Anleger fragen, wie sie von diesem Geldregen am besten profitieren können. Die Banken haben darauf reagiert und bringen deshalb derzeit verstärkt Papiere auf den Markt, die interessante Dividendenstrategien verfolgen. Meist setzen diese Zertifikate auf einen seit langem anerkannten Anlagegrundsatz: An der Börse schneiden Aktien von Firmen mit hoher Dividendenrendite langfristig besser ab als der Gesamtmarkt. Der "DivDax" beispielsweise, ein von der Deutschen Börse eigens ins Leben gerufener Index, der die 15 dividendenstärksten Wert aus dem DAX enthält, hat den Gesamtmarkt seit 2000 um mehr als 70 Prozentpunkte geschlagen.

Wer bei seiner Anlagestrategie lieber auf internationale Werte setzt, kann mittels Zertifikate in das europäische Pendant des DivDax, den "EuroStoxx Select Dividend", investieren. Der Index, der die 30 dividendenstärksten Aktien aus dem Euro-Raum vereinigt, konnte den Gesamtmarkt seit dem Jahr 2000 sogar um rund 300 Prozentpunkte hinter sich lassen.

Unser Geldtipp
Beim Kauf eines Zertifikates auf den DivDax oder den EuroStoxx Select Dividend sollten Anleger unbedingt darauf achten, dass der Emittent jeweils die Performancevariante des Index als Basis verwendet. Bei dieser werden die gezahlten Dividende in den Index miteingerechnet und erhöhen dadurch dessen Wert. Bei Verwendung des reinen Preisindexes werden die gezahlten Dividenden nicht berücksichtigt.

Alpha-Zertifikate sind bei der Dividendenstrategie stark im Kommen

In der Vergangenheit spielten dividendenstarke Aktien vor allem in unsicheren Marktphasen ihre volle Stärke aus. Wer angesichts des jüngsten Höhenflugs an den Märkten eine Korrektur erwartet, für den eignet sich ein marktneutrales Alpha-Zertifikat. Diese Produkte ermöglichen selbst in fallenden Märkten positive Renditen. Wichtig ist nur, dass ein dem Papier zu Grunde liegender Basiswert besser abschneidet ab als ein Vergleichsindex. Aktuell werden reihenweise Alpha-Zertifikate aufgelegt, bei denen das Thema Ausschüttungen im Mittelpunkt steht.

Das "Open End Dividend Alpha Zertifikat" (WKN SG3FMG) der französischen Bank Société Générale zielt auf die bessere Kursentwicklung ("Outperformance") des Europa-Dividendenindex gegenüber dem Gesamtmarkt in Form des Euro-Stoxx-50. Sollte der Dividendenindex beispielsweise bei einer schärferen Börsenkorrektur 25 Prozent und der Vergleichsindex 35 Prozent verlieren, würde das Zertifikat mit 10 Prozent davon profitieren. Das gilt natürlich auch bei positiver Kursentwicklung beider Indizes. Hauptsache der Dividendenindex legt dann kräftiger zu als der Euro-Stoxx-50. Ein Teil des Kapital wird vom Emittenten zinsbringend angelegt, womit sich eine zusätzliche Ertragsquelle erschließt. Das an den Börsen in Frankfurt und Stuttgart gehandelte Papier kostet aktuell 101 Euro.

Express-Papiere auf Dividenden-Strategie winken mit vorzeitiger Rückzahlung

Neben den Alpha-Zertifikaten mit unbegrenzter Laufzeit gibt es Expresspapiere, die auf eine vorzeitige Rückzahlung zielen. Beim "HVB-Favorit Express Garant Zertifikat" mit vollständiger Kapitalgarantie basiert die zukünftige Rendite dieses Produktes auf der relativen Wertentwicklung des DJ-EuroStoxxSelect Dividend 30-Index gegenüber dem DAX-Index.

Wer davon ausgeht, dass sich die 30 dividendenstärksten Aktien der Eurozone besser als der DAX-Index entwickeln werden, für den ist dieses Zertifikat eine Investition wert. Geht die Rechnung wider Erwarten nicht auf, dann erhält der Anleger dank der vollständigen Kapitalgarantie am Ende der Laufzeit (7.3.2012) seinen Kapitaleinsatz wieder zurückgezahlt.

Unser Geldtipp
Achten Sie darauf, dass die vollständige Kapitalgarantie erst zum Laufzeitende des Zertifikates gilt. Während der Laufzeit kann ein ungünstiger Kursverlauf das Papier durchaus unter den Ausgabekurs von 100 Euro fallen lassen.

Wenn der Dividendenindex am ersten Stichtag, dem 29.2.2008, besser als der DAX-Index abgeschnitten hat, dann erfolgt die unmittelbare Rückzahlung des Zertifikates inklusive einer Zusatzzahlung von 7,50 Euro. Wird dieses Rückzahlungskriterium erst am zweiten Stichtag nach einem weiteren Laufzeitjahr erfüllt, dann erhöht sich die Zusatzzahlung um weitere 7,50 Euro auf insgesamt 15 Euro. Als maximal mögliche Rückzahlung, die dann erreicht wird, wenn der DJ-EuroStoxxSelect Dividend 30-Index erstmals am Laufzeitende nach fünf Jahren besser als der DAX-Index abschneidet, errechnet sich somit ein Betrag inklusive des Kapitaleinsatzes in Höhe von 137,50 Euro.

Das HVB Favorit Express Garant-Zertifikat (ISIN: DE000HV2AW71) wird seit Anfang März an den Börsen in Frankfurt und Stuttgart gehandelt und kann börsentäglich ge- und verkauft werden.

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