Die Bonusidee bleibt weiterhin attraktiv

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Der kurze, aber heftige Kursrückschlag im Frühjahr 2006 hat gezeigt, dass Börsen keine Einbahnstraßen sind. Nach über drei Jahren Hausse scheint auch eine längere Phase der Stagnation wahrscheinlich. An Attraktivität eingebüßt hat die Bonusidee bei Zertifikaten deshalb aber nicht. Es wird nur Zeit für ein Umdenken beim zuletzt doch allzu sorglosen Anleger.

Mittel- bis langfristig orientierte Anleger setzen weiter auf klassische Bonus-Zertifikate. Neben der Auswahl eines geeigneten Basiswertes (bevorzugt Standardindizes) spielt auch ein ausreichend hoher Risikopuffer eine wichtige Rolle. Nach dem kräftigen Kursrückschlag der letzten Monate sollte jedem klar sein, dass eine relativ sicher zu erreichende Bonusrendite von vielleicht fünf Prozent pro Jahr mehr wert ist als die Chance auf zehn Prozent. Vor allem dann, wenn diese beim ersten Kurseinbruch bereits dahin ist.

Ein interessantes Chance-Risiko-Profil bietet ein noch knapp drei Jahre laufendes Bonus-Zertifikat auf den Euro-Stoxx-50 (ISIN DE000CG15QG9). Der Euro-Stoxx-50 ist das führende Börsenbarometer Europas. Die Sicherheitsschwelle bei dem von der Citigroup herausgegebenen Papier liegt bei 2.100 Punkten. Diese beruhigende Sicherheitsschwelle liegt knapp oberhalb des im Jahr 2003 erzielten Kurstiefs. Und immerhin 40 Prozent unter dem aktuellen Indexstand von 3.500 Punkten. Wird die Sicherheitsschwelle von 2.100 Punkten bis zum 26. 6. 2009 nicht erreicht oder unterschritten, dann wird das Papier am Fälligkeitstag mit 47 Euro zurückgezahlt. Aktuell kostet das Zertifikat 37,75 Euro. Trotz dem komfortablen Sicherheitspolster beschert das Papier dem Anleger eine jährliche Bonusrendite von knapp über 7,5 Prozent. Klettert der Index zur Fälligkeit über den Bonuslevel von 4.700 Punkten hinaus, winkt sogar noch eine höhere Rendite.

Das Zertifikat wird an den Börsen in Frankfurt und Stuttgart gehandelt und ist täglich veräußerbar. Beim "Spread“ (Differenz zwischen An- und Verkaufskurs) verlangt die Citigroup bescheidene 0,25 Prozent. Ansonsten fallen beim Erwerb noch die im Aktiengeschäft üblichen Transaktionspesen Ihrer Bank an.

Auch Sonderformen von Bonus-Zertifikaten bleiben interessant

Etwas spekulativere Anleger, die auf kürzere Sicht von dem Bonusmechanismus profitieren möchten und auf eine möglichst hohe Rendite aus sind, können zu einer Sondervariante greifen. Diese besteht aus einer Kombination von Bonus- und Discount-Zertifikaten. Die Rede ist von „Bonus-Cap-Zertifikaten“, auch Plus- oder "Protect-Discounter“ genannt.

Im Gegensatz zu normalen Bonus-Zertifikaten gibt es bei diesen Papieren eine Gewinnobergrenze (Cap). Dieser Cap limitiert die Gewinnchancen. Als Ausgleich dafür fallen die Bonusrenditen gegenüber gewöhnlichen Bonus-Zertifikaten noch attraktiver aus. Für Märkte mit begrenztem Potenzial genau die richtige Lösung.

Wer zum Beispiel davon ausgeht, dass wir beim Euro-Stoxx-50 in den kommenden knapp 12 Monaten das diesjährige Indexhoch nicht mehr signifikant überschreiten, der kann mit einem gekappten Bonus-Zertifikat (ISIN DE000SG63D52) der französischen Bank Société Générale eine Bonusrendite von 12,8 Prozent erzielen. Die Sicherheitsschwelle liegt bei 2.893,20 Punkten, einem Puffer von knapp 17,5 Prozent. Angesichts der kurzen Laufzeit des Papiers bis nur noch zum 22. 6. 2007 eine vertretbare Spekulation mit attraktiver Renditechance. Das Papier kostet aktuell 35,45 Euro und wird am 22. 6. 2007 zu 39,90 Euro zurückgezahlt.

Einziger Wermutstropfen: Die erzielten Gewinne sind steuerpflichtig, da zwischen Kauf und Fälligkeit weniger als 12 Monate liegen. Bei Einhaltung des Sparerfreibetrags oder bei einem moderaten Grenzsteuersatz verbleibt aber für diesen kurzen Zeitraum immer noch eine attraktive Rendite.

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